Denken wir Frankreich, sehen wir den Eiffelturm, bei Amerika hat jeder die Freiheitsstatue vor Augen. Und wer an Schweden denkt: einen Volvo 240 Kombi.

Wie kein zweites Auto hat der Volvo 240 Kombi das Image von Volvo über viele Jahre geprägt: nicht unbedingt schön, aber außerordentlich praktisch, unverwüstlich und vor allem immer auf dem neuesten Stand der Sicherheit. Hierzulande ist der Volvo 240 fast nur als Kombi bekannt.

Dabei wurde er auch als Limousine produziert und war in dieser Bauform auf anderen Exportmärkten, etwa den USA, beliebter als der Kombi.

Volvo 240 Kombi: Werbekampagne für Sportlichkeit nötig

Volvo 240 als Kombi-Klassiker

Volvo 240 als Kombi-Klassiker

Dort gelang es Volvo sogar, sich mit augenzwinkernden Werbekampagnen als sportlich zu profilieren. Einige Autohersteller, die weiterhin auf den Heckantrieb setzen: Porsche, Ferrari, Volvo! Ja, auch auf den Volvo 240 Kombi…

Die Produktion begann im Sommer 1974, damals natürlich noch ganz in Schweden, und endete Mitte 1993 und damit 1 Jahr nach dem eigentlichen Nachfolgemodell 740. Der letzte Kombi trug die Seriennummer 962443 und ist noch heute im Volvo Museum bei Göteborg ausgestellt, ein Sondermodell “Polar” für den italienischen Markt.

Volvo 240 als Kombi blieb fast unverändert

Während seiner fast 19-jährigen Baugeschichte blieb die äußere Form des Volvo 240 Kombi fast unverändert. Für die kleinen Unterschiede bei Scheinwerfern, Rücklichtern und Motorhaube braucht es schon einen geübten Blick. Die Technik erfuhr allerdings ständige Anpassungen. Bereits 1977 erhielten die Fahrzeuge Katalysator und Lambdasonde, 1986 wurden in Deutschland die Motorsteuerung Bosch-LH-Jetronic und der Dreiwegekatalysator eingeführt. Noch 1991 wurde der 240 in den USA zum “Sichersten Fahrzeug” gekürt.

Auf dem deutschen Markt wurden meistens die Modelle DL (De Luxe) mit der Grundausstattung und GL (Grand Luxe) bzw. GLE (Grand Luxe Executive) mit gehobener Ausstattung verkauft. Weiter Ableger waren die Limousine 264 und der Kombi 265 als luxuriöse Topmodelle oder das Coupé 262 »Bertone« von 1975, das als Sammlerstück geplant war, sich jedoch nie wirklich durchsetzen konnte.