In den Augen eines eingefleischten Ostalgikers dürfte der Trabant Kombi wohl das schönste Auto der Welt sein. Doch auch auf andere Liebhaber übt das Auto mit der Außenhaut aus Plastik eine besondere Faszination aus. Ostalgie nicht nur zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober.

Der Trabant ist vielleicht eines der größten Wahrzeichen der DDR. Pro Jahr wurden etwa 12.000 Trabanten gebaut. Diese kosteten zu damaligen Zeiten nicht mehr als 4.000 Ostdeutsche Mark. Die verschiedenen Versionen des Trabants gelangten aufgrund Ihrer Form und Motorisierung zu Weltruhm. Vor allem der Trabant Kombi hat es der Kundschaft damals wie heute angetan.

Auch beim Trabant Kombi gilt: Go, Trabi, go!

Der Trabant Kombi trug in seiner offiziellen Modellbezeichnung Trabant 601 und wurde von 1964 bis 1990 gebaut. Die Motorisierung wurde in genau einer Variante angeboten und bestand aus einem 594,5-Kubikzentimeter-Zweitakt-Ottomotor, welcher zwischen 17 und 19,1 Kilowatt leistete.

Trabant Kombi

Trabant Kombi

Der Trabant Kombi war mit 3,55 Metern 18 Zentimeter länger als der herkömmliche Trabant und verfügte über ein Laderaumvolumen von 1.400 Litern, sofern die Rücksitze umgeklappt wurden – ein Wert, der selbst mit einem heutigen Kombi-Auto mithalten kann. Mit einem Leergewicht von 620 bis 660 Kilogramm gehörte der Trabant Kombi zu den Leichtgewichten im Karosseriebau.

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Selbstverständlich ist dieser Fakt auf die Kunststoffkarosserie zurückzuführen: Der rund 26 PS leistende Motor hätte unter dem Transport einer Metallkarosserie auf Dauer wohl das Zeitliche gesegnet. Der Verbrauch des Trabants pendelte sich bei normaler Fahrweise bei etwa 5,5 Liter Benzin ein. Werte unterhalb der 5-Liter-Marke konnten jedoch erreicht werden. Ein Nachfolgermodell für den 601 wurde zwar für das Jahr 1968 geplant, leider aber niemals realisiert. Grund dafür waren unter anderem politische Unstimmigkeiten.

Weiterentwicklung beim Trabant Kombi nur im Detail

Der Trabant 601 wurde somit das einzige Kombi-Auto-Modell der Marke Trabant und erfuhr nur im Detail eine Weiterentwicklung. Zunächst wurde der Tankinhalt von 24 auf 26 Liter erhöht. Dies ermöglichte eine höhere Reichweite und längere Ausfahrten mit dem geschichtsträchtigen Kombi-Auto. Darüber hinaus wurde im Jahr 1970 eine elektrische Scheibenwaschanlage verbaut, welche für freie Sicht bei schlechtem Wetter sorgte und die hydraulische Version ablöste. Im Jahr 1980 wurde die Zweikreisbremse eingeführt, welche eine sicherheitsrelevante Neuerung für dieses Kombi-Auto darstellte. Zwei Jahre später folgten eine Hartschaumstofflenkrad, die Umstellung auf 12-V-Bordstrom und H4-Scheinwerfer. Ende der Achtziger Jahre wurde die die Blattfederung auf das modernere und leistungsfähigere McPherson-Federbein umgestellt, welche dem Trabant ein Plus an Komfort und Sicherheit bot.

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