Blitzer-Apps warnen vor festen und mobilen Blitzern, doch in Deutschland darf der Fahrer sie während der Fahrt nicht nutzen: Das kostet 75 Euro und einen Punkt. Installieren und kaufen ist erlaubt, und in vielen Urlaubsländern wie Österreich, den Niederlanden oder Spanien sind die Apps legal. Hier stehen die gängigen Apps und Geräte 2026 mit Preisen und die Rechtslage in Deutschland und 13 Nachbar- und Urlaubsländern.
Wir haben die Apps nicht selbst getestet. Die Angaben stammen aus den App-Stores, von den Herstellern und aus Fachmedien, Stand September 2026.
Sind Blitzer-Apps in Deutschland erlaubt?
Nein, nicht während der Fahrt. Wer ein Fahrzeug führt, darf kein Gerät betreiben oder betriebsbereit mitführen, das Verkehrskontrollen anzeigt. Bei Handy und Navi darf die Warnfunktion nicht verwendet werden (§ 23 Abs. 1c StVO). Das Oberlandesgericht Celle hat 2015 entschieden, dass ein Smartphone mit aktiver Blitzer-App darunter fällt, auch wenn die App gerade nicht gewarnt hat (Az. 2 Ss (OWi) 313/15).
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Bußgeld für den Fahrer | 75 € und 1 Punkt |
| App installiert, aber aus | erlaubt |
| Radarwarner kaufen und besitzen | erlaubt, im Auto aber nicht betriebsbereit mitführen |
| Beifahrer nutzt die App | Bußgeld für den Fahrer, wenn er das billigt und die Warnung nutzt |
| Blitzermeldungen im Radio | erlaubt |
| Warnen per Lichthupe | nicht erlaubt |
| Radarwarner im Auto | kann die Polizei sicherstellen und vernichten lassen |
Zum Beifahrer: Im Fall vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe lag das Handy der Beifahrerin mit laufender Blitzer-App auf der Mittelkonsole. Der Fahrer musste 100 Euro zahlen, weil er die Warnungen mit ihrer Billigung nutzte. Ob der Beifahrer selbst ordnungswidrig handelt, ist gerichtlich nicht geklärt; der ADAC rät generell ab.
Ende 2025 wollte der Bundesrat das Verbot verschärfen. Die Bundesregierung lehnte ab: Die Nutzung während der Fahrt sei bereits verboten, eine bloß installierte App führe nicht nachweislich zu mehr Verstößen. Es bleibt deshalb bei der geltenden Regel.
Die gängigen Blitzer-Apps 2026
| App | Kosten | Plattformen | Blitzerdaten |
|---|---|---|---|
| Blitzer.de | kostenlos, mit Werbung | Android, iOS | eigene Community, feste Blitzer aus SCDB.info |
| Blitzer.de PRO | Android einmalig 9,95 €; iOS 0,49 € plus 9,99 € für mobile Blitzer | Android, iOS, Android Auto, CarPlay | eigene Community, über 109.000 feste Blitzer, Redaktion prüft |
| CamSam | kostenlos, PLUS kostenpflichtig | nur Android | Blitzer.de-Community |
| Radarbot | kostenlos mit Werbung, GOLD ab 5,99 € | Android, iOS, CarPlay; Android Auto mit GOLD | eigene Datenbank und Community |
| Waze | kostenlos | Android, iOS, Android Auto, CarPlay | Nutzermeldungen, feste Blitzer von Karteneditoren |
| TomTom – Karten & Navigation (früher AmiGO) | kostenlos | Android, iOS, Android Auto, CarPlay | nicht angegeben |
| Flitsmeister | kostenlos | Android, iOS | eigene Community |
Blitzer.de aus Hamburg hat nach eigenen Angaben über 5 Millionen aktive Nutzer, der Schwerpunkt liegt auf Deutschland. CarPlay und Android Auto gibt es nur in PRO, auf dem iPhone auch Hintergrundbetrieb und Sprachansage. Radarbot aus Spanien ist weltweit verbreitet und warnt vor festen Blitzern auch ohne Internet. Waze gehört zu Google und warnt in Deutschland vor Blitzern; die Funktion ist ab Werk eingeschaltet und lässt sich abschalten. TomTom hat seine frühere App AmiGO 2025 durch „TomTom – Karten & Navigation“ ersetzt.
Apple Karten zeigt in Deutschland keine Blitzer an, Google Maps nach Berichten von Fachmedien ebenfalls nicht; in vielen anderen Ländern tun es beide. Apple warnt zum Beispiel in Frankreich, den Niederlanden und Spanien. Die französische App Coyote gibt es im deutschen App Store nicht.
Blitzerwarner als Gerät
Neben Apps gibt es kleine Geräte, die per Bluetooth mit dem Handy verbunden sind und mit Ton und Licht warnen. Für sie gilt in Deutschland dasselbe Verbot wie für Apps, bei reinen Warngeräten schon für das betriebsbereite Mitführen.
| Gerät | Preis | Abo | Blitzerdaten |
|---|---|---|---|
| ooono CO-DRIVER NO1 | 49,95 € beim Hersteller, im Handel günstiger | nein | eigene Community und Datenbank |
| ooono CO-DRIVER NO2 | 79,95 € beim Hersteller, im Handel ab etwa 60 € | nein | eigene Community und Datenbank |
| Saphe T | 29,99 € | ja, 4,99 € im Monat, die ersten 6 Monate inklusive | Saphe und Blitzer.de |
| Needit Drive One | ab etwa 18 € | nein | Blitzer.de, SCDB.info und weitere |
| Needit Drive One Pro | 89,95 € (Vorbestellung) | nein | wie Drive One |
| TomTom Tom | 79,99 € (UVP) | nein | nicht angegeben |
ooono hat die Zusammenarbeit mit Blitzer.de beendet und nutzt seitdem eigene Daten; wer bisher den ooono wegen der Blitzer.de-Daten gewählt hat, findet diese heute bei Saphe und Needit.

Blitzer-Apps im Ausland
| Land | Blitzer-App | Radarwarner-Gerät | Strafe für Geräte |
|---|---|---|---|
| Österreich | erlaubt | Störgeräte verboten | bis 10.000 € |
| Schweiz | verboten, auch im Navi | verboten, schon das Mitführen | Busse, in schweren Fällen Geld- oder Freiheitsstrafe |
| Frankreich | nur mit „Gefahrenzonen“ statt Blitzerstandorten | verboten, schon das Mitführen | ab 1.500 € (ADAC), Führerscheinentzug möglich |
| Italien | nur mit ungefähren Standorten | verboten | ab rund 800 € |
| Niederlande | erlaubt | verboten | 430 € |
| Belgien | erlaubt | verboten | ab 800 € |
| Luxemburg | erlaubt | verboten | 251 bis 5.000 € |
| Spanien | erlaubt | verboten, schon das Mitführen | 500 € |
| Portugal | erlaubt | verboten | 500 bis 2.500 € |
| Polen | in der Praxis erlaubt, rechtlich umstritten | verboten | Geldstrafe |
| Tschechien | erlaubt | Geräte, die die Messung stören, verboten | rund 290 bis 1.030 € |
| Dänemark | nach Fachpresse erlaubt | Benutzung verboten | Geldstrafe |
| Kroatien | erlaubt | verboten | ab 260 € |
In Frankreich zeigen erlaubte Apps keine Blitzer, sondern Gefahrenabschnitte: auf Autobahnen mindestens 4 Kilometer lang, außerorts 2 Kilometer, innerorts 300 Meter. Wo ein Blitzer darin steht, erfahren Sie nicht. In der Schweiz ist sogar die Blitzerfunktion im Navi verboten; schalten Sie sie vor der Grenze ab.
Worauf Sie bei der Wahl achten sollten
- Datenquelle: Mobile Blitzer kennt eine App nur, wenn Nutzer sie melden. Je größer die Community in Ihrer Region, desto aktueller die Warnungen.
- Einmalpreis oder Abo: Blitzer.de PRO kostet einmalig rund 10 Euro, Saphe T braucht nach sechs Monaten ein Abo.
- CarPlay und Android Auto: Bei Blitzer.de nur in PRO, bei Radarbot unter Android nur in GOLD.
- Offline: Feste Blitzer kennen Blitzer.de und Radarbot auch ohne Internet, mobile Meldungen brauchen eine Verbindung.
Viele Navigationsgeräte haben eine Blitzerwarnung eingebaut. Auch die ist in Deutschland während der Fahrt verboten und muss ausgeschaltet sein. Was nach einem Blitzerfoto zu tun ist, steht im Ratgeber Vom Blitzer geblitzt.
Passend dazu: Punkte in Flensburg: Punktesystem, Abfrage, Tilgung und Vignette Österreich und Schweiz 2026: Preise und Regeln
Häufige Fragen zu Blitzer-Apps
Welche Blitzer-App ist die beste?
Einen aktuellen unabhängigen Test gibt es nicht. Blitzer.de hat seinen Schwerpunkt in Deutschland, Radarbot und Waze sind international verbreitet. Nutzen dürfen Sie alle drei in Deutschland während der Fahrt nicht.
Welche Blitzer-App ist kostenlos?
Blitzer.de, CamSam, Radarbot, Waze, TomTom und Flitsmeister gibt es kostenlos; Blitzer.de und Radarbot zeigen in der Gratisversion Werbung und schalten manche Funktionen erst gegen Geld frei.
Darf der Beifahrer eine Blitzer-App nutzen?
Riskant. Billigt der Fahrer die App und nutzt ihre Warnungen, muss er zahlen; so hat es das Oberlandesgericht Karlsruhe 2023 entschieden.
Was kostet es, mit Blitzer-App erwischt zu werden?
75 Euro und einen Punkt in Flensburg.
Sind Blitzer-Apps in Österreich erlaubt?
Ja. Verboten sind dort nur Geräte, die Messungen stören. In der Schweiz dagegen ist jede Blitzerwarnung verboten.






Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Blitzer-Apps eine wertvolle Unterstützung für Autofahrer darstellen, um sich vor Radarfallen zu schützen und sicherer unterwegs zu sein. Die fünf besten Apps bieten vielfältige Funktionen, wie Echtzeitwarnungen und eine benutzerfreundliche Oberfläche. Durch die Nutzung dieser Apps können Fahrer nicht nur Bußgelder vermeiden, sondern auch entspannter und bewusster fahren. Es lohnt sich, die verschiedenen Optionen zu vergleichen und die App auszuwählen, die am besten zu den individuellen Bedürfnissen passt.
Insgesamt bieten die fünf besten Blitzer-Apps eine effektive Möglichkeit, Radarfallen zu erkennen und die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Durch innovative Funktionen, regelmäßige Updates und eine engagierte Nutzerbasis tragen sie dazu bei, riskante Situationen zu vermeiden und stressfreies Fahren zu ermöglichen. Fahrer sollten jedoch stets die geltenden Gesetze im Blick behalten und sich bewusst sein, dass die Nutzung solcher Apps in einigen Ländern eingeschränkt oder verboten sein kann. Letztendlich sind Blitzer-Apps wertvolle Werkzeuge, die das Fahren sicherer machen können, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt werden.
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