Aquaplaning: Ein Effekt, der dann auftritt, wenn die Reifen des Fahrzeuges gegen auf der Fahrbahn stehendes Wasser aufschwimmen.

Der aus dem englischen Sprachraum stammende Begriff Aquaplaning bezeichnet nicht – wie oft angenommen – die Rutschgefahr auf einer Straße, die nur nass oder glitschig ist, sondern einen physikalischen Effekt bei Nässe. Aquaplaning: Der Effekt tritt immer dann auf, wenn die Reifen des Fahrzeugs gegen Wasser auf der Fahrbahn aufschwimmen, wodurch die Bodenhaftung ganz oder teilweise verloren, der Reibungskoeffizient gegen null geht.

Ein wenig Physik zum Verständnis von Aquaplaning notwendig

Sicherheitstraining hilft gegen Aquaplaning

Sicherheitstraining hilft gegen Aquaplaning

Dabei schiebt sich das Wasser wie ein Keil zwischen Fahrbahn und Reifen und hebt das ganze Fahrzeug auf seiner Vorderachse leicht an. Das gilt im Grundsatz auch und sogar erst recht für alle Kombi-Auto-Modelle: Deren Bodenhaftung geht erst unmerklich, dann stärker und letztlich ganz verloren, die Lenk- und Bremskräfte können nicht mehr wirksam umgesetzt werden. Ihr Kombi-Auto kommt ins Schleudern.

Man nennt den physikalischen Vorgang umgangssprachlich „Aquaplaning“, die Physiker sprechen von „Hydroplaning“. Die Massenträgheit des von den Reifen zu verdrängenden Wassers (hydrodynamischer Druck) und die Strömung von Flüssigkeit bewirken, dass ab einer bestimmten Geschwindigkeit auf einer von Wasser bedeckten Fahrbahn Aquaplaning auftritt. Der Effekt wurde übrigens erst Anfang der Sechziger des letzten Jahrhunderts entdeckt und erforscht.

Was Aquaplaning für einen Kombi bedeutet

Mit zunehmender Geschwindigkeit des reisenden Fahrzeuges und ansteigendem Wasserstand auf der Fahrbahn steigt auch die Gefahr durch Aquaplaning exponentiell. Alle Kombi-Auto-Modelle sind von diesem Effekt natürlich genauso betroffen, wie andere Fahrzeuge. Es lässt sich sogar behaupten, je leichter Kombi-Auto-Modelle sind, desto eher wird das Kombi-Auto auf den Aquaplaning-Effekt ansprechen, wenn die dafür erforderlichen Straßenbedingungen vorliegen.

Ihr Kombi-Auto ist schon durch seinen baulich oft längeren Radstand gefährdeter, als es eine Limousine unter gleichen Straßenbedingungen wäre. Das gilt für alle Kombi-Auto-Modelle. Abhilfe bringt einzig und allein eine vorsichtige und den Verhältnissen angepasste Fahrweise. Natürlich hat auch das Reifenprofil einen entscheidenden Einfluss darauf, genauso der Reifendruck. Er sollte ausreichend hoch sein. Reifenunterdruck ist problematischer als Reifenüberdruck, denn Kombi-Auto-Modelle auf Breitreifen sind Aquaplaning gegenüber gefährdeter, als solche auf Standard-Bereifung. Kombi-Auto Modelle, die im Heck stärker beladen sind, werden ebenso eher „aufschwimmen“, als gleichmäßig beladene, denn das Auto wird durch Heckbeladung vorne per se leichter.

Die Hinterräder des Fahrzeuges sind bei Geradeausfahrt weitgehend geschützt, laufen sie doch in der bereits freigedrängten Spur der Vorderräder. Bei Kurvenfahrten kann das schon anders aussehen, die Hinterräder laufen nicht mehr in dieser Spur. Dadurch kann auch das Heck ausbrechen und das Kombi-Auto ins Schleudern geraten.