Ein falscher Reifendruck kann nicht zum Unfall führen, sondern auch die Lebensdauer des Reifens reduzieren. Daher sollten Sie immer auf den richtigen Reifendruck achten.

Der richtige Reifendruck ist eine wichtige Voraussetzung, um die idealen Eigenschaften eines Reifens zu erhalten. Der falsche Reifendruck verursacht starken Verschleiß und kann den Rollwiderstand des Reifens erhöhen.

Den richtigen Reifendruck einhalten

Falscher Reifendruck muss kontrolliert werden. Foto: Adobe / Karin & Uwe Annas

Falscher Reifendruck muss kontrolliert werden. Foto: Adobe / Karin & Uwe Annas

Um den richtigen Reifendruck zu erhalten, kommt im Kombi-Auto mitunter das Reifendruckkontrollsystem zum Einsatz. Dieses System überprüft ständig, ob der richtige Druck besteht. Manche Systeme können auch selbst den Druck erhöhen oder reduzieren.

Mit dieser Möglichkeit passt sich das Kombi-Auto in jeder Situation an die Straßenlage an. Der richtige Reifendruck steht in den Fahrzeugpapieren. Sie sollten immer den gewünschten Druck kontrollieren. Die Automobilindustrie gibt den Reifendruck immer relativ als Überdruck in bar an.

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Der praktische Druck wäre der Überdruck plus der Atmosphärendruck von 1 Bar. Also nicht 2,5 Bar Überdruck, sondern 3,5 Bar Reifendruck. Um Autobesitzer bei der Autopflege nicht zu verunsichern, gibt man allerdings immer nur den richtigen Reifendruck relativ an. Außerdem ändert sich der Druck mit der Temperatur. Fährt ein Auto längere Zeit mit höherer Geschwindigkeit, so erhöht sich die Reifentemperatur. Und somit auch der Druck des Reifens um circa 0,3 bar.

Die Reifen von Pkws sind im Normalfall mit Luft gefüllt. Bei Lastkraftfahrzeugen und Baumaschinen findet man aber auch Reifen, die mit Stickstoff gefüllt werden. Diese Reifen verwenden ein blaues Ventil. Allerdings entstehen keine Probleme, sollten diese Reifen mit Luft gefüllt sein.

Falscher Reifendruck und die Auswirkungen

Ein erhöhter Reifendruck verringert zwar den Rollwiderstand und gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch, verschlechtert aber die Straßenlage. Besonders bei nasser Fahrbahn, bei Schnee oder Eis kann ein zu hoher Druck also schwere Folgen mit sich bringen.

Außerdem wird der Reifen in der Mitte stärker abgenutzt. Das verkürzt die Lebensdauer erheblich. Durch Herabsenken des Reifendrucks vergrößert sich die Berührungsfläche mit dem Boden. Dadurch erhält man eine höhere Traktion und eine geringere Belastung des Bodens. Diese Möglichkeit wird bei Geländewagen sowie bau- und landwirtschaftlichen Geräten verwendet.

Ein erhöhter Vortrieb der Antriebsreifen wird allerdings nur bei niedrigen Geschwindigkeiten erzielt. Für höhere Geschwindigkeiten muss wieder der richtige Reifendruck hergestellt werden. Bei hoher Zuladung und hohen Geschwindigkeiten empfehlen Hersteller einen um 0,2 bar höheren Reifendruck, um weiterhin die idealen Eigenschaften des Reifens auskosten zu können.