Die besten Städte in Deutschland bieten jederzeit Strom für Eletroautos. Foto: Adobe / rh2010
Die besten Städte in Deutschland bieten jederzeit Strom für Eletroautos. Foto: Adobe / rh2010

Die besten deutschen Städte für Elektroautos

Wenn man sich an die Zeit von vor acht bis zehn Jahren erinnert, waren Elektroautos ein absoluter Luxusartikel. Es gab eigentlich nur eine Version an Elektroautos und die kam direkt von Tesla. Inzwischen sind nicht nur Städte für Elektroautos geeignet.

Die Autohersteller müssen seit Jahren in Innovationen und Verbesserungen investieren, bis auch sie für den breiteren Markt akzeptable Elektroautos produzieren konnten. Mittlerweile gibt es sogar kleine Stadtflitzer als Elektroauto. Wie beliebt Elektroautos in Deutschland sind und in welcher Stadt sie sehr willkommen sind, erfahren Sie in unserem Artikel.

Die Realität der Elektroautos

Aktuell umfasst der Anteil an Elektroautos auf dem Automarkt lediglich 5 %. Das ist in etwa die Anzahl an Elektroautos, die wirklich gekauft wird. Doch woran mag das liegen?

Die größten Automobilhersteller Deutschlands haben bereits lange Elektroautos kritisiert. Man kann sie zwar bauen, doch sind sie keineswegs zukunftsweisend oder zumindest nicht im wünschenswerten Umfang. Die Problematik besteht vor allem bei den Batterien.

Die Rohstoffe dazu werden in Ländern der dritten Welt von kleinen Kindern zutage gebracht, die nur wenige Cent für ihre Arbeit pro Tag verdienen. Abgesehen davon, dass es moralisch nicht sonderlich unterstützenswert ist, Kinder für eine solche Arbeit abzustellen, sind die benötigten Rohstoffe gesundheitsgefährdend.

Darüber hinaus müssen Batterien im Schnitt alle sieben Jahre — oder eher, je nach Kilometerstand — ausgewechselt werden. Ein solcher Austausch ist wirtschaftlich kaum lohnenswert. Stattdessen ist der Kauf eines neuen E-Autos sinnvoller. Entsorgungsmöglichkeiten für die Batterien der E-Autos gibt es ebenfalls nicht.

Das sind vermutlich einige Gründe für leidenschaftliche Autofahrer, weshalb sie sich noch nicht zum Kauf eines E-Autos überwinden konnten. Ein anderer könnte darin liegen, dass die Reichweite mit einem E-Auto eingeschränkter ist, als mit einem herkömmlichen Benziner. Die ‘Tankzeiten’ an der Ladestation sind zudem sehr lang.

Man kann zwar vielleicht währenddessen online spielautomaten spielen, um sich die Zeit zu vertreiben. In den Terminplan passt eine solch lange Ladezeit bei den meisten Menschen jedoch nicht. Dazu gesellen sich Besorgnisse um ein stabiles Stromnetz. Deutschland ist aktuell dabei, seine letzten drei Atomkraftwerke abzuschalten und komplett auf erneuerbare Energien umzusteigen. Das Netz für erneuerbare Energien ist allerdings noch nicht genug ausgebaut, wenn es denn wirklich den Bedarf decken kann.

Deutschland hat den Kauf von E-Autos bisher stark subventioniert. Die Subventionen sollen jedoch ab 2023 wegfallen, was die Anschaffung von Elektroautos reichlich unattraktiv macht.

Norwegen ist Vorreiter

In Norwegen sieht es wiederum ganz anders aus. Dort gibt es sogar sehr lange Wartelisten für neue Elektroautos, sodass sich daran erkennen lässt, wie gern Norweger ihren Benziner gegen ein E-Auto eintauschen.

Norwegen war das erste Land, das den Kauf eines Elektroautos sehr attraktiv gestaltete. Von Anfang an wurden Steuerminderungen erlassen und Gebühren für Fähren oder die Maut wurden ebenfalls für Elektroautos komplett erlassen. Um diesem Modell noch ein Sahnehäubchen zu verpassen, dürfen Elektroautos in einigen Parkhäusern oder sogar auf Parkplätzen komplett kostenfrei parken.

An dieser Stelle ist Deutschland deutlich zu langsam gewesen, um Elektroautos für die Bevölkerung attraktiver zu gestalten. Das Wegfallen von Subventionen sowie andere Kritikpunkte bleiben für die deutschen Autofahrer ein Dorn im Auge.

In der Stadt kann sich ein E-Auto lohnen

Obschon der Anteil von E-Auto-Fahrern noch ziemlich gering ist, gewinnen E-Autos insbesondere in Städten an Zuspruch. Dies ist durchaus nachvollziehbar. In der Stadt hat man selten lange Strecken zurückzulegen, sodass diese mit der eingeschränkten Reichweite von E-Autos durchaus zu bewältigen sind.

Für Menschen auf dem Land bleiben E-Autos auch aus diesem Grund nicht überzeugend. Sie haben deutlich längere Strecken zurückzulegen und wer auf dem Land ein E-Auto besitzen möchte, der muss eine eigene Ladestation haben. Öffentlich zugängliche Ladestationen sind in ländlichen Gebieten noch ziemlich selten.

Aus diesem Grund wollten wir herausfinden, welche Städte Deutschlands am freundlichsten für Elektroautos sind. Die deutsche Regierung hat kürzlich angekündigt, dass sie 2 Milliarden Euro auf die Ausdehnung der Ladestationen für E-Autos investieren möchte. Sie erhofft sich dadurch, E-Autos auch den schärfsten Kritikern schmackhaft machen zu können. Gleichzeitig ist das Netz für Ladestationen tatsächlich noch verhältnismäßig in den Kinderschuhen.

  1. Berlin

Berlin hat erst vor Kurzem den ersten Platz für seine Freundlichkeit gegenüber Elektroautos errungen. Ende des Jahres 2019 gab es in Berlin lediglich 974 Ladestationen, doch hat die Landeshauptstadt die Anzahl auf 1,694 ausgeweitet.

  1. München

Berlin hat München mit seinen neuen Ladestationen auf den zweiten Platz verdrängt. Dort gibt es momentan 1.310 Ladestationen. Das Bundesland Bayern liegt allerdings wiederum mit der Anzahl der Ladestationen von insgesamt 8.325 im Ländervergleich auf dem ersten Platz.

  1. Hamburg

Hamburg liegt momentan dicht hinter München, wo es nur 1.226 Ladestationen gibt. Es werden mit Sicherheit noch einige dazu kommen, doch wird Hamburg vermutlich Bayern nicht einholen können.

  1. Stuttgart

Stuttgart liegt noch ziemlich weit hinten mit seinen Ladestationen. Hier gibt es momentan nur 616. Das Land Baden-Württemberg kann sich dafür auf den zweiten Platz im Ländervergleich schmuggeln, da es in seinem Gebiet 7.047 Ladestationen verteilt hat.

  1. Wolfsburg

Die Heimatstadt des Automobilherstellers VW musste mit seinen Ladestationen nachziehen. Wolfsburg kann sich mit 467 Ladestationen immerhin im Städtevergleich auf den fünften Platz platzieren.

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