BMW Fahrerassistenz: teilautomatisiertes Fahren im Stadtverkehr
Foto: BMW Group

BMW Fahrerassistenz: Teilautomatisiert durch die Stadt ab 2027

BMW will teilautomatisiertes Fahren auf die Stadt ausweiten. Nach Angaben von BMW sollen navigationsgeführte Fahrerassistenzfunktionen nach SAE Level 2 ab 2027 in Deutschland auch Fahrmanöver im urbanen Raum unterstützen. Weitere Länder sollen schrittweise folgen. Die nötige Hardware ist in mehreren aktuellen Modellen bereits serienmäßig verbaut, die Funktionen kommen per Update.

Was das System in der Stadt übernimmt

Voraussetzung ist eine aktive Zielführung mit BMW Maps. Dann unterstützt das System den Fahrer laut BMW in diesen Situationen:

  • Abbiegevorgänge
  • urbane Spurwechsel
  • Vorfahrtssituationen
  • Durchfahrten durch Kreisverkehre

Automatisiertes Anhalten und Anfahren an Ampeln ist in Deutschland nach Angaben von BMW schon heute mit dem City Assistenten möglich. Zusammen mit dem Autobahn- und City Assistenten soll damit erstmals navigationsgeführtes, teilautomatisiertes Fahren durchgängig von der Autobahn über die Landstraße bis in die Stadt möglich werden. Verfügbar sind die Funktionen nur, wenn das System einen aufmerksamen Fahrer am Steuer erkennt.

Diese Modelle haben die Hardware an Bord

Die erforderliche technische Ausstattung ist nach Angaben von BMW serienmäßig an Bord von:

  • BMW iX3
  • BMW iX4
  • allen Modellvarianten des BMW X5
  • allen Modellvarianten der 3er Reihe
  • allen Modellvarianten der 7er Reihe

Auch viele darauffolgende Modelle sollen die Funktionen erhalten. Kunden können die verfügbaren Assistenzfunktionen laut BMW flexibel auch nach dem Fahrzeugkauf freischalten; die dafür nötige Software wird over-the-air aufgespielt. Einen Preis für die Freischaltung nennt die Mitteilung nicht.

Zulassung Anfang 2027 erwartet

Zugelassen werden die Systeme auf Basis der aktualisierten UNECE-Regelung R171 (DCAS Serie 2). Die erforderlichen Zulassungstests im Realverkehr hat nach Angaben von BMW ein unabhängiger technischer Dienst bereits erfolgreich abgeschlossen. Damit seien die technischen Voraussetzungen für die Genehmigung erfüllt, vorbehaltlich der behördlichen Bestätigung Anfang 2027.

Der Fahrer kann jederzeit mitlenken

Eine zentrale Rolle spielt BMW Symbiotic Drive. Bei aktivierter Assistenz kann der Fahrer durch Beschleunigen, Lenken und Bremsen kooperativ eingreifen und die Fahrsituation nach seinem persönlichen Fahrstil gestalten. Das Prinzip gilt laut BMW auch für aktive Sicherheitsfunktionen wie den Spurhalteassistenten: Lenkverhalten und Blickrichtung zeigen dem System die Absicht des Fahrers. Gewarnt und gelenkt wird nur, wenn das Auto unbeabsichtigt von der eigenen Spur abdriftet oder das System eine drohende Kollision erkennt.

„Mit der Erweiterung teilautomatisierter Fahrfunktionen auf den urbanen Raum bieten wir unseren Kunden echten Komfortgewinn: Souveräne Fahrerassistenz im Stil von BMW, die nahtlos von der Autobahn, über Landstraßen bis in die Stadt der Navigationsroute folgt“, sagt Joachim Post, im Vorstand der BMW AG zuständig für Entwicklung.

Neue 3D-Ansicht im Zentral-Display

Im BMW Panoramic Vision werden bei aktiver Fahrerassistenz situationsabhängig Informationen zum Status der Systeme eingeblendet. Neu ist die Navigationsansicht „BMW Maps mit Fahrerassistenz“ im Zentral-Display. Sie vereint Routenführung, Fahrzeugumfeld und Assistenzinformationen in einer gemeinsamen 3D-Ansicht und zeigt den nächsten Navigationsschritt, wie das Fahrzeug seine Umgebung wahrnimmt und welche Assistenzfunktionen gerade unterstützen. Im Zusammenhang mit der Entwicklung der urbanen Assistenzfunktionen hat die BMW Group nach eigenen Angaben mehrere Patentanmeldungen eingereicht.

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