Alfa Romeo zeigt auf dem Pariser Autosalon, der vom 12. bis 18. Oktober läuft, das Konzeptfahrzeug Cuorerosso, italienisch für „Rotes Herz“. Nach Angaben der Marke nimmt die Studie weder ein konkretes Serienmodell vorweg, noch ist sie als reine Designstudie gedacht. Sie soll die Gestaltung künftiger Modelle prägen und zeigen, wie Alfa Romeo die Elektrifizierung in seine Designsprache einbindet. Einen Preis oder einen Marktstart nennt der Hersteller nicht.
Die Eckdaten
- Sitzplätze: bis zu vier Einzelsitze
- Länge: Die Plattform der Studie ist für Karosserielängen bis 4,70 Meter ausgelegt; ein eigenes Maß für den Cuorerosso nennt Alfa Romeo nicht
- Antrieb: vorgesehen sind vollelektrische Antriebe sowie Plug-in-, Mild- und Vollhybride; als denkbares Beispiel nennt Alfa Romeo einen 2,9-Liter-V6 mit Vollhybridtechnik, Q4-Allradantrieb, Automatikgetriebe und Kardanwelle aus Kohlefaser
- Fahrwerk: Luftfederung, Keramikbremsanlage von Brembo, elektronische Lenkung (Steer-by-Wire)
- Serienmodell: nicht angekündigt; Preis und Termin nennt Alfa Romeo nicht
- Verbrauch: Der Cuorerosso ist ein Konzeptfahrzeug; offizielle Angaben zu Verbrauch und Emissionen liegen nicht vor

Mehrere Antriebe auf einer Plattform
Der Cuorerosso nimmt den Ansatz vorweg, den Alfa Romeo künftig im Modellprogramm verfolgen will: unterschiedliche Antriebe für unterschiedliche Anforderungen auf einer Basis, die mehrere wichtige Fahrzeugsegmente abdecken soll. Auch Hochleistungsversionen mit dem Namenszusatz Quadrifoglio hält die Marke auf dieser Plattform für denkbar. Das Fahrdynamikprogramm der Studie bietet die Modi Cruise, Sport und Quadrifoglio; je sportlicher der Modus, desto weniger Informationen zeigen die Displays.
„Mit dem Konzeptfahrzeug Cuorerosso führen wir diese Identität in die Zukunft – in eine Zukunft, die unterschiedlichen Antriebslösungen offensteht und in der Technologie, Funktion und Qualität stets im Dienst von Emotionen und Fahrfreude stehen“, sagt Santo Ficili, CEO von Alfa Romeo und Maserati.
Innenraum mit Anleihen am 33 Stradale
Den Zugang bilden nach hinten öffnende Türen. Die schmale, horizontale Armaturentafel greift den Supersportwagen 33 Stradale und sein gleichnamiges Vorbild aus den 1960er-Jahren auf. Das volldigitale Zentralinstrument „Cannocchiale Vivente“ greift das Teleskopdesign klassischer Alfa-Romeo-Instrumente auf und bietet zwei Darstellungen; technische Grundlage ist das STLA SmartCockpit von Stellantis. Auf dem Mitteltunnel sitzt das „Magma-Display“, das Drehregler und Kippschalter mit einem Touchscreen verbindet.

Nubukleder der Manufaktur Poltrona Frau gibt es nur dort, wo die Insassen es berühren. Dazu kommen ein recyceltes Leder, das zu 60 Prozent aus Verarbeitungsabfällen besteht, recycelte Kohlefaser und auf der Armaturentafel ein Monofilamentstoff aus der Segelbekleidung des America’s-Cup-Teams Luna Rossa. In die Armaturentafel auf der Beifahrerseite ist eine Tasche eingesetzt, die sich beim Aussteigen mitnehmen lässt. Außen trägt die Studie den neuen Farbton Liquid Ink Red und geschmiedete Leichtmetallräder, deren Design an eine Telefonwählscheibe angelehnt ist.
Alfa Romeo gehört zum Stellantis-Konzern. Welche Studien Stellantis sonst nach Paris bringt, zeigt unser Ausblick auf den Autosalon; den Kombi unter den Neuheiten stellt der Beitrag zum Opel STX Concept vor. Weitere Meldungen stehen unter Aktuelles.





