Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung kosten 2026 für einen Pkw 160 bis 170 Euro, je nach Bundesland und Prüforganisation. E-Autos zahlen nur die Hauptuntersuchung, rund 100 bis 111 Euro. Wer den Termin um mehr als zwei Monate überzieht, zahlt 20 Prozent Aufschlag und ein Bußgeld. Alle Preise nach Bundesland, die Mängelklassen und wie Sie sparen.
Was die Hauptuntersuchung 2026 kostet
Die Preise legen die Prüforganisationen je Bundesland fest, im Rahmen der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt). TÜV SÜD, TÜV NORD und TÜV Rheinland veröffentlichen ihre Listen, DEKRA, GTÜ und KÜS nennen ihre Preise an der Prüfstelle.
| Bundesland | TÜV SÜD | TÜV NORD |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 163,00 € | 164,10 € |
| Bayern | 163,00 € | 163,10 € |
| Berlin | 160,00 € | 165,90 € |
| Brandenburg | 160,00 € | 165,90 € |
| Bremen | 166,00 € | 167,90 € |
| Hamburg | 162,00 € | 166,90 € |
| Hessen | 166,00 € | 167,00 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 160,00 € | 167,00 € |
| Niedersachsen | 163,00 € | 167,90 € |
| Nordrhein-Westfalen | 166,00 € | 169,90 € |
| Rheinland-Pfalz | 166,00 € | 166,10 € |
| Saarland | 166,00 € | 166,10 € |
| Sachsen | 163,00 € | 164,90 € |
| Sachsen-Anhalt | 160,00 € | 168,00 € |
| Schleswig-Holstein | 160,00 € | 166,90 € |
| Thüringen | 160,00 € | 163,90 € |
Die Unterschiede sind klein. TÜV SÜD meint, eine Fahrt in ein anderes Bundesland lohne sich deshalb in der Regel nicht.
So sparen Sie bis zu 40 Euro
Die Abgasuntersuchung darf auch eine anerkannte Werkstatt machen, zum Beispiel bei der Inspektion. Mit ihrem Nachweis zahlen Sie bei der Prüforganisation nur die Hauptuntersuchung ohne AU, bei TÜV NORD und TÜV SÜD 2026 rund 102 bis 111 Euro. An den Technischen Prüfstellen von TÜV SÜD in Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg kostet die reine HU sogar nur 63,30 Euro. Im besten Fall sparen Sie so bis zu 40 Euro (ADAC).
E-Autos brauchen keine Abgasuntersuchung. Sie zahlen deshalb den Preis für die Hauptuntersuchung ohne AU, je nach Land und Prüforganisation rund 100 bis 111 Euro.
Durchgefallen: die Nachprüfung
Bei erheblichen Mängeln gibt es keine Plakette. Sie müssen die Mängel beheben und das Auto spätestens einen Monat nach der Hauptuntersuchung mit dem Prüfbericht wieder vorführen (StVZO Anlage VIII). Die Nachprüfung kostet bei TÜV NORD 20 bis 42 Euro, bei TÜV Rheinland 31 Euro, der ADAC nennt etwa 30 Euro. Kommen Sie später, ist eine komplett neue Hauptuntersuchung fällig.
| Ergebnis | Folge |
|---|---|
| ohne Mängel | Plakette |
| geringe Mängel | Plakette, Mängel unverzüglich beheben, keine Nachprüfung |
| erhebliche Mängel | keine Plakette, Nachprüfung innerhalb eines Monats |
| gefährliche Mängel (bei manchen Prüfern „verkehrsgefährdend“) | keine Plakette, Nachprüfung |
| verkehrsunsicher | Plakette wird entfernt, das Auto darf nicht mehr fahren |
Termin überzogen: Bußgeld und Aufschlag
| Überziehung | Bußgeld | Punkte |
|---|---|---|
| bis 2 Monate | keins | – |
| mehr als 2 bis 4 Monate | 15 € | – |
| mehr als 4 bis 8 Monate | 25 € | – |
| mehr als 8 Monate | 60 € | 1 |
Ab mehr als zwei Monaten Überziehung wird zudem eine erweiterte Hauptuntersuchung fällig, und die HU-Gebühr steigt um 20 Prozent (GebOSt). Der Aufschlag gilt nur für den HU-Anteil, nicht für die Abgasuntersuchung, und liegt damit bei rund 13 bis 22 Euro. Wie Punkte in Flensburg zählen, steht unter Punkte in Flensburg; mehr zu den Folgen einer abgelaufenen Plakette unter Ohne TÜV unterwegs.
Wann muss ich zum TÜV?
Ein neuer Pkw muss nach drei Jahren zur ersten Hauptuntersuchung, danach alle zwei Jahre (StVZO Anlage VIII). Der Termin steht auf der Plakette und im Fahrzeugschein. Die Zahl in der Mitte der Plakette ist das Jahr, die Zahl oben der Monat; der schwarze Balken zeigt darauf. Autos, die 2026 dran sind, tragen eine blaue Plakette, 2027 folgt gelb, 2028 braun (ADAC).
Kommt die jährliche Hauptuntersuchung? Die EU-Kommission wollte Autos ab zehn Jahren jedes Jahr zur Prüfung schicken, in Deutschland rund 23 Millionen Fahrzeuge. Die Verkehrsminister der EU-Staaten haben das Ende 2025 abgelehnt, das EU-Parlament im Mai 2026 (ADAC). Vorerst bleibt es bei zwei Jahren.
Gut vorbereitet zur Prüfung
Die meisten Mängel betreffen drei Bereiche: Licht, Achsen mit Rädern und Reifen, Bremsen. Zusammen sind es über 60 Prozent. Der häufigste einzelne erhebliche Mangel war 2025 eine zu schwache Feststellbremse, danach tropfendes Öl (KÜS-Mängelstatistik). Vorher selbst prüfen können Sie:
- Licht: Abblend- und Fernlicht, Blinker, Bremslichter, Rücklichter, Nebelschlussleuchte, Kennzeichenlicht. Schon ein dunkles LED-Segment gilt als Mangel. Siehe auch Scheinwerfer defekt.
- Reifen: mindestens 1,6 Millimeter Profil, keine Schnitte, Beulen oder Risse.
- Bremse: klarer Druckpunkt; die Handbremse an einer Steigung testen. Wann die Bremsflüssigkeit fällig ist, steht unter Bremsflüssigkeit wechseln.
- Öl: frische Tropfen oder feuchte Stellen unter dem Auto, siehe Auto verliert Öl.
- Warnleuchten: Eine leuchtende Motorkontrollleuchte reicht meist schon zum Durchfallen.
Quellen: TÜV SÜD (Januar 2026), KÜS. TÜV SÜD rät davon ab, der Werkstatt pauschal aufzutragen, das Auto „für die HU fertig zu machen“: Das könne unnötig Geld kosten. Mitbringen müssen Sie den Fahrzeugschein, zur Nachprüfung zusätzlich den Prüfbericht.
Häufige Fragen zu den TÜV-Kosten
Wie viele Autos fallen durch?
Laut TÜV-Report 2026 21,5 Prozent mit erheblichen oder gefährlichen Mängeln. Bei elf Jahre alten Autos sind es 22,9 Prozent, bei 15 Jahre alten 32,9 Prozent.
Ist die Prüfung bei DEKRA oder GTÜ günstiger?
Das lässt sich nicht pauschal sagen, weil DEKRA, GTÜ und KÜS ihre Preise nicht online veröffentlichen. Fragen Sie an der Prüfstelle nach, die Preise hängen dort aus.
Darf ich mit abgelaufener Plakette noch fahren?
Ja, aber Sie sollten schnell einen Termin machen. Bis zwei Monate nach Ablauf gibt es weder Bußgeld noch Aufschlag.





