Peugeot holt den 205 T16 ins Elektrozeitalter, vorerst als Studie: Das E-T16 Concept ist eine Hommage an den Rallye-Weltmeister von 1985 und 1986. Entwickelt hat es Peugeot gemeinsam mit Peugeot Sport. Ein Serienmodell, einen Preis oder einen Marktstart nennt Peugeot für das E-T16 nicht. Die Studie gibt aber einen Ausblick auf die nächste Generation des E-208: Die Designsprache „Feline Future“, die Lichtsignatur und das neue i-Cockpit mit Hypersquare-Lenkrad sollen dort wiederkehren.
Die Eckdaten
- Antrieb: drei Elektromotoren, einer vorn und zwei hinten, zusammen 600 kW (816 PS); ein Torque-Vectoring-System verteilt das Drehmoment zwischen den Hinterrädern und zwischen den Achsen
- Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden, 0 auf 300 km/h in 16 Sekunden; Leistungsgewicht unter 2 kg pro PS
- Batterie und Laden: 800-Volt-Architektur, 85 kWh; von 10 auf 80 Prozent in weniger als 15 Minuten
- Reichweite: bis zu 400 Kilometer im WLTP-Zyklus nach Angaben von Peugeot
- Bremsen und Reifen: vier 380-mm-Scheibenbremsen, Michelin-Reifen mit 275 Millimetern Breite vorn und 315 Millimetern hinten
- Serienmodell: keines angekündigt; die Studie zeigt Elemente des kommenden E-208, einen Termin dafür nennt die Mitteilung nicht
- Verbrauch: Das E-T16 Concept ist ein Konzeptfahrzeug; Verbrauchsangaben liegen laut Hersteller nicht vor

Anleihen beim 205 T16
Die Karosseriefarbe Winchester Matte Grey liegt nahe am Grau des Originals, die silbernen Räder tragen karosseriefarbene Einsätze, und eine rot hinterleuchtete Linie rund um das Auto erinnert an die rote Linierung des 205 T16. Im Lufteinlass vor dem Hinterrad, der beim Vorbild den Verbrennungsmotor versorgte, sitzen nun der Ladeanschluss und der Türöffner. Wie beim 205 T16 lässt sich das gesamte Heck nach oben klappen. Darunter liegen statt des Vierzylinder-Turbos die beiden hinteren Elektromotoren, Fahrwerksteile, ein roter Überrollkäfig und ein Staufach für zwei Helme. Vorn und hinten tragen drei waagerechte Leuchtbalken die Lichtsignatur, dazu kommen ein Doppeldiffusor und ein großer Heckflügel.

Eckiges Lenkrad mit Steer-by-Wire
Das Hypersquare-Lenkrad arbeitet mit Steer-by-Wire, also ohne mechanische Verbindung zu den Rädern, und trägt erstmals ein eigenes Display für Geschwindigkeit oder Rundenzeiten. Im künftigen E-208 soll es in ähnlicher Form kommen, dort sitzt an dieser Stelle ein Airbag; die Studie kommt dank Vierpunktgurten ohne aus. Darüber liegt ein leicht gewölbtes 21-Zoll-Display, das Head-up-Display und Touchscreen zusammenfasst. Daneben ragt eine senkrechte hydraulische Handbremse auf wie im Rallyeauto. Die Schalensitze stecken in einer Carbonschale und sind teils mit dem Recyclingleder Pelinova bezogen. Drei Fahrmodi, darunter ein „Track“-Modus, und ein frei einstellbarer vierter Modus passen Leistung, Drehmomentverteilung und Fahrwerk an. Eine Seitenkühlung der Batteriezellen soll verhindern, dass die Leistung bei Hitze gedrosselt wird: Laut Peugeot schafft die Studie im Performance-Modus drei Runden auf der Nürburgring-Nordschleife, mehr als 60 Kilometer, ohne Leistungsbegrenzung.
Die Studie greife die Linien des künftigen E-208 auf und treibe dabei „jede Proportion auf die Spitze“, sagt Peugeot-Designdirektor Matthias Hossann. Welche Kombis Peugeot heute anbietet, steht im Überblick Peugeot Kombi; welche Studien Stellantis außerdem in Paris zeigt, steht in unserem Beitrag zum Opel STX Concept. Weitere Neuheiten finden sich unter Aktuelles.





