Grüner Fiat Multiplay in der Frontansicht mit leuchtendem Pixel-Lichtband und weißem Dachaufbau in einem rot ausgeleuchteten Raum
Foto: Fiat

Fiat Multiplay: Studie wird vom Familienvan zum Pick-up

Fiat zeigt auf dem Pariser Autosalon, der vom 12. bis 18. Oktober läuft, den Multiplay: eine 4,45 Meter lange Studie, die Van, SUV und Pick-up in einem Fahrzeug zusammenbringen soll. Enthüllt wurde sie am Vorabend der Messe beim Stellantis-Event „Night Before“. Einen Preis oder Marktstart gibt es nicht. Fiat bezeichnet den Multiplay als Ideenlabor für künftige Modelle der Marke, ausdrücklich nicht als Ausblick auf ein konkretes Serienmodell.

Die Eckdaten

  • Länge: 4,45 Meter
  • Sitzplätze: 6+1 in der Familienkonfiguration, vier als Pick-up
  • Umbau: verschiebbares Heckmodul an der C-Säule („Metamorfosi“), das eine offene Ladefläche freigibt
  • Fahrradträger: drehbarer Heckspoiler, nimmt in der Pick-up-Konfiguration bis zu zwei Fahrräder auf
  • Antrieb: keine Angabe
  • Serienmodell: nicht angekündigt; die Studie soll Ideen für künftige Fiat-Modelle liefern
  • Verbrauch: Der Multiplay ist ein Konzeptfahrzeug ohne Serienzusage; Angaben zu Verbrauch und Emissionen liegen nicht vor
Seitenansicht des grünen Fiat Multiplay mit weißem Dachaufbau und großen Seitenfenstern vor rotem Hintergrund
Foto: Fiat

Vom Familienauto zum Pick-up

Kern des Konzepts ist das „Metamorfosi“-System rund um die C-Säule. Das Heckmodul gleitet auf Schienen nach vorn und macht aus dem geschlossenen Familienwagen mit wenigen Handgriffen einen Viersitzer mit offener Ladefläche, etwa für Fahrräder, Sportausrüstung oder sperrige Gegenstände. Fiat zielt damit auf Familien, deren Bedarf an Platz und Laderaum sich im Lauf eines Tages ändert. Die Studie knüpft an den Fiat 600 Multipla von 1956 an, der auf rund 3,5 Metern sechs Personen Platz bot, und an den Multipla von 1998 mit sechs Sitzen in zwei Reihen auf weniger als vier Metern.

Draufsicht in den offenen Innenraum des Fiat Multiplay mit roten Sitzen in drei Reihen und dem mintgrünen Petsenger Seat in der Mitte
Foto: Fiat

Dritte Reihe, Platz für den Hund, Liegesitz

Der siebte Platz ist der „Petsenger Seat“: Er dient wahlweise als Befestigung für einen Kindersitz, als Platz für ein Haustier, als kleiner Tisch oder als Ablage. Ein Teil seines Polsters lässt sich abnehmen und als Leine verwenden, in der Tür steckt ein Fach mit faltbarem Napf. Die dritte Reihe soll zwei Kindern oder bei Bedarf einem Erwachsenen Platz bieten. Im Stand lässt sich der Beifahrersitz als „Sunseat“ nach hinten drehen; das Armaturenbrett dient dann als Rückenlehne. Große Glasflächen und ein Panoramadach sollen den Innenraum hell machen, das Display verschwindet bei ausgeschaltetem Fahrzeug im Armaturenbrett. Die weichen Bezüge bestehen überwiegend aus Monomaterial-Textilien aus einem nahtlosen 3D-Strickverfahren, die Bereiche für Kinder und Tiere sind wasserabweisend.

„Multiplay verkörpert eine Qualität, die wir in das nächste Kapitel von FIAT mitnehmen wollen: die Fähigkeit, das Auto im Alltag wirklich nützlich zu machen“, sagt Arnaud Belloni, Chef der Marken Fiat, Abarth und Lancia. Welche Kombis Fiat heute anbietet, steht im Überblick Fiat Kombi; ein Auto für Hundehalter zeigte Fiat zuletzt mit dem Qubo L. Welche Studien Stellantis außerdem nach Paris bringt, zeigt der Beitrag zum Opel STX Concept, weitere Meldungen stehen unter Aktuelles.

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