Nahezu jeder Hersteller führt mittlerweile auch Van-Modelle in seiner Palette, um auf dem lukrativen Markt für Jungfamilien zu punkten. Vans und Minivans: Bessere Übersicht und bis zu sieben Sitzplätze bei ausreichend Stauraum sind starke Argumente, die viele Hersteller auf unterschiedliche Weise in ihren Kombi-Modellen berücksichtigen.

Gerade Jungfamilien ziehen beim Neuwagenkauf häufig nicht nur ein Kombi-Auto in Betracht, sondern interessieren sich zunehmend auch für sogenannte Vans und Minivans. Die Vorteile liegen auf der Hand: bessere Übersicht durch eine erhöhte Sitzposition und zusätzlicher Passagierraum durch eine, zumeist optional erhältliche, dritte Sitzreihe. Aber wo genau liegen die Unterschiede zwischen Vans und Minivans?

Vans und Minivans: Zwischen Kombi und Lastenträger

Mercedes Van V Klasse

Mercedes Van V Klasse

Auch wenn das kantige Design polarisiert, ist der VW Touran noch immer der beliebteste Minivan auf dem heimischen Markt. Das Erfolgsrezept ist einfach: viel Stauraum und gute Fahreigenschaften bei niedrigem Kraftstoffverbrauch. Dank stimmiger und vollständiger Serienausstattung relativiert sich auch der etwas höhere Anschaffungspreis. VW dicht auf den Fersen ist der Ford Grand C-Max. Der Hersteller stattet seinen Minivan standardmäßig mit praktischen Schiebetüren aus, die besonders in engen Parklücken einen großen Komfortgewinn zu anderen Variationen bringen.

Das Fahrwerk ist straff-sportlich abgestimmt und bereitet vor allem auf Landstraßen viel Freude – lediglich das Cockpit könnte ergonomischer gestaltet sein. Der beliebteste Minivan aus dem Hause Peugeot firmiert unter der Bezeichnung 5008, allerdings ist die aufpreispflichtige dritte Sitzreihe nur Kindern auf Dauer zumutbar. Das gilt übrigens für alle Variationen: Jeder Hersteller stellt für die im Kofferraumboden versenkbare zusätzliche Sitzreihe rund 700 Euro in Rechnung.

Vans und Minivans für Großfamilien bestens geeignet

Ein Kombi-Van bietet im Vergleich zum Minivan großzügigere Platzverhältnisse, von denen besonders das Kofferraumvolumen profitiert. Die Übergänge zwischen Minivan und Kombi-Van sind fließend. Die beliebtesten Variationen stellen Citroen mit seinem Grand C4 und Mazda mit seinem 5er-Modell zur Verfügung. Beide Hersteller statten ihr Kombi-Auto standardmäßig mit einer dritten Sitzreihe aus – bei allen anderen Variationen sind zusätzliche Sitzplätze nur gegen Aufpreis zu haben. Dabei legt besonders der Citroen Grand C4 die Messlatte mit seinem Kombi-Van hoch, vereint der Hersteller doch eine umfangreiche Serienausstattung mit günstigen Preisen.

Toyota bringt neues Minivan-Modell auf den Markt

Minivan Toyota Verso S

Minivan Toyota Verso S

Während bei Mercedes die V-Klasse schon Dimensionen annimmt, dass fast eine Fußballmannschaft Platz findet, geht Toyota etwas eleganter an das Thema Minivan heran. Die Variante Verso S wird jetzt durch das Minivan Modell Toyota Sienna ersetzt. Ein weiterer Beleg, wie beliebt Minivans geworden sind.

Minivan Toyota Sienna

Minivan Toyota Sienna

Die beliebteste aller Van-Variationen stammt aus dem Hause Opel. Das aktuelle Modell des Zafira Tourer ist im Vergleich zum Vorgängermodell nicht nur um satte 20 Zentimeter gewachsen, sondern glänzt auch durch sein sportlich-modernes Blechkleid. Damit hat es Opel erneut geschafft, mit seinem Kombi-Auto die Spitze der Verkaufsstatistiken zu erklimmen. Kleiner Kritikpunkt: Eine dritte Sitzreihe im Kombi-Van muss noch immer extra bezahlt werden. Gut für Großfamilien: Die passenden Kombi-Modelle…