Das E-Auto als Firmenwagen kann sich lohnen. Foto: Adobe / Halfpoint
Das E-Auto als Firmenwagen kann sich lohnen. Foto: Adobe / Halfpoint

So gelingt der Umstieg auf ein E-Auto als Firmenwagen

Elektroautos sind eine gute Alternative zu den klassischen Verbrennern. Sie sind umweltfreundlich und leise während der Fahrt. Nicht nur im privaten Bereich, sondern auch als Dienstwagen sind Elektrofahrzeuge hervorragend geeignet.

Erfahren Sie hier, warum ein E-Auto als Firmenwagen sinnvoll sein kann und worauf Sie bei der Wahl des Fahrzeuges achten sollten.

Warum auf ein E-Auto umsteigen?

Aufgrund der steigenden Benzinpreise sind Elektroautos zurzeit in aller Munde. Man kann sie an öffentlichen Ladestationen oder an der hauseigenen Wallbox aufladen und Strom als Antrieb nutzen. So machen Sie sich unabhängig von Kraftstoffen und Benzinpreisen. Darüber hinaus tun Sie der Umwelt etwas Gutes.

Wenn Sie mit dem E-Auto fahren, dann produzieren Sie während der Fahrt kein CO2. Ist der Strom, den Sie beziehen, Öko- oder Naturstrom, dann wird auch bei der Stromherstellung kein CO2 ausgestoßen. Eine Studie zeigt, dass Elektrowagen während des gesamten Lebenszyklus deutlich weniger CO2 produzieren als Verbrenner.

Auch steuerlich ergeben sich für Sie Vorteile, wenn Sie ein Elektroauto fahren. Verbrenner, die als Firmenwagen auch privat genutzt werden, werden mit der 1-Prozent-Regelung oder einem Fahrtenbuch versteuert. Bei E-Autos hingegen müssen Sie nur ein Viertel des Bruttolistenpreises monatlich versteuern, wenn sie nicht privat genutzt werden. Werden sie auch privat genutzt, dann kommt die 0,5-Prozent-Versteuerung zum Einsatz. Da lohnt sich die moderne Auto-Ausstattung doch.

Das passende Elektroauto finden

Konnten Sie sich für ein Elektroauto als Dienstwagen begeistern, müssen Sie sich nun für ein Modell entscheiden. Was bei der Wahl wichtig ist, ist unter anderem die Reichweite des Wagens. Die Reichweite besagt, wie weit Sie mit dem Elektroauto fahren können, bis Sie es wieder aufladen müssen. Momentan liegt die Reichweite im Durchschnitt bei 350 km bis 500 km. Es gibt jedoch auch Modelle, mit denen Sie mit einer Ladung durchaus auch etwas weiter kommen.

Als Arbeitgeber können Sie sich auch Gedanken darüber machen, ob Sie Ihren Arbeitnehmern ein größeres Auto zur Verfügung stellen. Dies kann hilfreich sein, wenn mehrere Kollegen das Auto gleichzeitig nutzen, um zum Beispiel zu Kunden zu fahren. Auch wenn größere Arbeitsmaterialien transportiert werden sollen, kann ein größerer Firmenwagen sinnvoll sein.

Wallboxen und Ladestationen

Bieten Sie Ihren Mitarbeitern ein E-Auto als Firmenwagen an, müssen Sie sich auch um die Ladesituation Gedanken machen. Zwar gibt es viele öffentliche Ladesäulen, im Vergleich zu Tankstellen sind es jedoch eher wenige. Deshalb ist es ratsam, in der Nähe der Firma eine Ladesäule für die Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen.

So können Ihre Arbeitnehmer entspannt arbeiten und das Auto parallel aufladen. Somit ist garantiert, dass das Auto immer einsatzbereit ist. Möchte der Arbeitnehmer eine eigene Wallbox zu Hause haben, um das Elektroauto zu laden, können Sie hier individuelle Vereinbarungen treffen.

Instandhaltung

Auch beim Thema Instandhaltung und Wartung lohnt sich der Umstieg auf Elektrofahrzeuge. Diese sind nämlich im Gegensatz zu Autos mit Verbrennungsmotoren deutlich wartungsärmer und müssen tendenziell seltener in die Werkstatt. Arbeiten wie ein Ölwechsel und der Wechsel der Zündkerzen fallen hier nicht an.

Da das Elektroauto nicht so oft in die Werkstatt muss, ist der Wagen deutlich günstiger in der Instandhaltung. Beachten Sie jedoch, dass auch ein E-Auto regelmäßig gewartet werden muss. Hier müssen zum Beispiel die Bremsen und die Ladevorrichtung in regelmäßigen Abständen geprüft werden.

Förderungen für E-Autos

Elektrofahrzeuge sind in der Anschaffung zwar im Vergleich zu Verbrennern teurer, jedoch gibt es Förderungen, die den Umstieg auf Elektroautos attraktiver machen. Dazu gehört zum Beispiel der Umweltbonus. Der Bonus wird zum Teil vom Hersteller und zum anderen Teil von der Bundesregierung finanziert. Nach dem Kauf können Sie die Prämie bei Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.

In der Liste des Bundesamts können Sie nachlesen, welche Fahrzeuge gefördert werden. Ab 2023 gibt es neue Richtlinien, die besagen, dass nur noch reine E-Autos gefördert werden und keine Hybride mehr. Auch der Bundesanteil für die Förderung ist gesunken. Teure Modelle mit einem Kaufpreis von bis zu 65.000 € werden nicht gefördert. Ab 2024 sollen nur noch Modelle mit einem Nettolistenpreis von maximal 45.000 € gefördert werden.

Möchten Sie Förderungen für Firmenwagen beantragen, dann stellen Sie sicher, dass der Wagen förderfähig ist. Denn wird der Antrag abgelehnt, können Sie keinen zweiten mehr für das gleiche Auto stellen. Der Bonus wird ab September 2023 für Unternehmen auslaufen und dann nur noch für Privatpersonen verfügbar sein.

Fazit

Ein Elektroauto als Dienstwagen ist eine gute Alternative zum klassischen Auto mit Verbrennungsmotor – und der Umstieg ist nicht schwer. Bis September 2023 haben Unternehmen noch die Möglichkeit, den Umweltbonus des BAFA für die Wagen wahrzunehmen. Auch für Arbeitnehmer hat ein E-Dienstwagen Vorteile: Wird er nicht privat genutzt, kommt die 0,25-Prozent-Regelung bei der Versteuerung zum Einsatz.

Auch wenn er privat genutzt wird, profitieren Arbeitnehmer von der 0,5-Prozent-Versteuerung. Neben finanziellen Vorteilen stehen selbstredend auch Umweltaspekte im Vordergrund: Ein Elektroauto stößt während der Fahrt kein klimaschädliches CO2 aus und wenn für das Aufladen Ökostrom benutzt wird, ist auch das Aufladen nicht klimaschädlich.

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