Der Allradantrieb ist mehr als bloße PS-Spielerei. Doch nicht für alle Fahrzeugklassen ist der Kombi mit Allradantrieb eine wirklich sinnvolle Anschaffung – dank zusätzlicher Kosten.

Das eigene Kombi-Auto mit Allradantrieb auszurüsten scheint auf den ersten Blick nur wenig sinnvoll. Besonders in der Stadt ist Allrad nicht wirklich notwendig. Und wann fährt man schon im Gelände?

Folgt man der allgemeinen Meinung, so ist 4×4 nur etwas für Gipfelstürmer und Offroad-Junkies, die mit ihrem Kombi-Auto gerne mal die Abkürzung querfeldein probieren möchten. Naja, sicherer ist Allrad allemal. Vor allem auf Schnee und Eis. Aber der Reihe nach.

Kombi mit Allradantrieb im Alltag

Kombi mit Allrad - zum Beispiel von Audi

Kombi mit Allrad – zum Beispiel von Audi

Die Bezeichnung 4×4, die synonym für das umgangssprachliche Allrad gebraucht wird, meint lediglich, dass von vier möglichen Rädern auch alle gesondert angetrieben werden: Allradantrieb. Daraus ergeben sich einige Besonderheiten, die solche Fahrzeuge auch für den Straßengebrauch attraktiv machen. Mit Kosten von bis zu 4.000 Euro ist der Allradantrieb jedoch eine durchaus kostspielige Anschaffung.

Vorteile beim Kombi mit Allradantrieb

Unabhängig vom Gelände bietet ein mit Allrad angetriebenes Kombi-Auto eine erhöhte Fahrstabilität, vor allem in physisch kritischen Situationen, wie dem schnellen Fahren in Kurven. Diese Momente werden durch den Antrieb aller vier Räder leichter beherrschbar. Zum anderen erhöht es die Übertragung der vollen möglichen Leistung vom Motor auf den wirklichen Fahrbetrieb. Gerade offroad, also fernab der Straße, bietet der 4×4-Antrieb ganz klare Vorteile, vor allem in der Bewältigung von starken Steigungen und steilen Strecken benötigen diese Kombi-Autos weniger regulative Eingriffe im Fahrbetrieb.

Kombi mit Allradantrieb: Das sind die Nachteile

Die Nachteile sind neben den erhöhten Kosten vor allem im zusätzlichen Spritverbrauch zu sehen: in Zeiten erhöhter Benzinpreise eine nicht ganz zu vergessende Größe. Allrad macht das Auto insgesamt schwerer, wodurch es zwar stabiler auf der Straße liegt, jedoch auch mehr Benzin verbraucht. Zudem verleiten die stabilere Kurvenlage und die darüber hinausgehenden Möglichkeiten im Kombi-Auto, das Potenzial voll auszuspielen und risikobereiter zu fahren. Letzteres liegt jedoch in der Hand des Fahrers und kann durch umsichtigen Gebrauch vermindert werden.

Kombi mit Allradantrieb: Top oder Flop?

So einfach lässt sich das leider auch beim Allrad nicht sagen. Nutzer sollten jedoch darauf achten, ob sie die Vorteile des 4×4-Antriebes wirklich benötigen. Das kann vor allem für Personen in alpinen Regionen der Fall sein. Unter diesen Umständen kann die zusätzliche Leistung des Kombi-Auto wirklich Sinn machen und sich die Mehrkosten lohnen. Diese Entscheidung muss der Nutzer jedoch für sich treffen.

Allrad-Kombis: Unterschiede zwischen den Kombi-Modellen

Die Allrad-Kombis verschiedener Autohersteller unterscheiden sich vor allem durch die Kraftverteilung auf die Achsen. Sie können zum Beispiel bei Modellen wie VW den Hinterradantrieb individuell durch das Wechseln in den Offroad-Modus verstärken.

Bei den Allrad-Kombis finden Sie in der Regel zwei unterschiedliche Ausführungen: die einen Kombi-Modelle verfügen über einen ständigen Allradantrieb, während Sie bei den anderen den Hinterradantrieb bei Bedarf hinzuschalten können. Typisch für die Allrad-Kombis mit individueller Zuschaltung ist, dass sie hauptsächlich für die Straße konzipiert sind und nur bei Bedarf für das Gelände genutzt werden.

Kombi-Auto mit Allradantrieb von Volkswagen

Einen optionalen Hinterradantrieb hat beispielsweise der VW Passat Alltrack. Auf der Straße haben Sie zunächst 90 Prozent der Antriebskraft auf den Vorderachsen. Wenn Sie sich ins Gelände begeben, schalten Sie einfach in den Offroad-Modus um und erhalten einen ausbalancierten Allradantrieb. Der Nachteil ist, dass Sie mit diesem Kombi-Auto im Allrad-Modus lediglich mit 30 km/h unterwegs sind. Auf der Straße sind Sie mit dem bis zu 200 PS starkem Modell natürlich schneller unterwegs. Der Minimalpreis für Kombi-Auto-Modelle mit Allradantrieb von VW liegt bei 33.450 Euro.

Allrad-Kombis im schicken Design: der Audi

Mit dem Audi A6 Allroad haben Sie ein Kombi-Auto in auffälligem Design. Im Gegensatz zu den Kombi-Auto-Modellen, die Audi für die Straße herstellt, verfügt der Wagen über mehr Raum unter dem Bodenblech. Auf diese Weise müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass Sie im Gelände aufsetzen. Die Kombi-Auto-Modelle mit Allradantrieb von Audi kosten circa 54.600 Euro und verfügen über einen serienmäßigen 204-PS-Antrieb. Der Verbrauch liegt bei 6,1 Litern pro 100 Kilometer. Während die meisten Allrad-Kombis auf Dieselmotoren setzen, ist der Audi A6 Allroad einer der wenigen Benziner.

Die gebrauchten Kombi-Modelle von Saab

Beim Saab 9-3 Sportcombi werden Sie sofort von dem windschnittigen Design begeistert sein. Der V6-Motor treibt das Kombi-Auto kraftvoll an und lässt es sich auch auf unwegsamem Terrain sicher bewegen. Bei der Motorenfertigung hat man sich bei Saab bewusst dem Umweltschutz verschrieben und emissionsarme Techniken eingesetzt. Für Allrad-Kombis außergewöhnlich wird Sie der Saab mit seinem schicken Design beeindrucken. Dieses lässt Sie auch auf jeder Straße gut aussehen. Der Antrieb der Kombi-Modelle von Saab fürs Gelände umfasst je nach Motor bis zu 210 PS.