Wer ein neues Auto braucht, der stellt sich nicht nur die Kostenfrage. Immerhin gibt es mehrere Möglichkeiten, sein mobiles Leben zu gestalten. Eine Alternative zum Autokauf stellt beispielsweise das Carsharing dar. Das Problem: Es kann schnell umständlich werden, ein Carsharing-Auto in der Nähe zu finden.

Auch mit dem Leasing können sich Fahrer einen fahrbaren Untersatz beschaffen. Das Problem: Sie sind über einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren an das Auto gebunden. Wer es flexibler mag, kann seinen Kombi abonnieren.

Die Auto-Langzeitmiete – was ist das denn?

Der klassische Autokauf könnte bald der Vergangenheit angehören. Immerhin wünschen sich viele Fahrer flexible Alternativen, angepasst an einen wandlungsfähigen und abwechslungsfähigen Alltag. Heute Cabrio, nächsten Monat Kombi? – mit der Langzeitmiete ist das kein Problem. Mehrere Mietwagenanbieter verlängern die angebotene Mietdauer auf einen bis zu 24 Monate. Auch die ersten Autobauer erkennen den Wandel der Zeit und wollen Kunden, die den Aufwand bei Kauf und Leasing eines Autos scheuen, von sich überzeugen. Dementsprechend springen sie auf den Abo-Zug auf. Die Laufzeit der Langzeitmiete beläuft sich bei der Mehrzahl der Anbieter auf bis zu zwei Jahre. In dieser Zeit entrichtet der Mieter jeden Monat eine Rate. Diese kann teilweise individuell verhandelt werden. Diese Miete deckt alle anfallenden Fixkosten ab:

  • Inspektionen,
  • Reparaturen,
  • Versicherung und
  • Steuern.

Zusätzlich sind selbst Reifenwechsel und Wartung bei den meisten Anbietern inklusive. Neben der monatlichen Rate kommen die Abonnenten für den Treibstoff und die Pflege ihres Fahrzeugs auf. Abhängig von der Vereinbarung beteiligen sie sich an den Kosten für den Ölwechsel. Die Auto-Abos stehen für viele Fahrzeugtypen zur Auswahl. Vom Kleinwagen bis zum SUV – zahlreiche Modelle können kurz- bis langfristig gemietet werden. Für Familien und Vielreisende bietet sich ein Kombi an. Die geräumigen Autos warten mit Bewegungsfreiheit und Stauraum auf.

Ein Auto-Abo – ist das nicht teuer?

Der Kauf eines neuen Autos ist mit vielen Überlegungen verbunden. Zuallererst stellt sich die Frage, ob Kaufen die beste Lösung oder ein Auto-Abo eine Alternative ist. Foto: Adobe / Countrypixel

New Mobility: Was zunächst kostenintensiv klingt, kostet nicht die Welt. Zahlreiche große Vermieter bieten die Autos im Abo an. Die Preise orientieren sich an der Mietdauer und dem Modell. Dabei ist die Mittelklasse monatlich mit rund 350 Euro vertreten. Teilweise fordern die Anbieter eine einmalige Anmeldegebühr. Die Gebühren enthalten alle Fixkosten außer den Sprit. Dementsprechend brauchen sich die Nutzer nicht mit lästigen Versicherungsvergleichen oder Reparaturkosten herumzuärgern.

Auf lange Sicht kann sich die Langzeitmiete finanziell lohnen. Im Vergleich zu Kauf oder Leasing sparen die Nutzer bei manchen Modellen bis zu neun Prozent. Zu dem Ergebnis kam eine Analyse des an der Universität Duisburg-Essen ansässigen CAR-Instituts. Autohersteller, die Flatrate-Angebote in petto haben, versuchen zusätzlich mit hoher Flexibilität und einem umfangreichen Service zu überzeugen.

Während das Abo-Modell bei vielen Autovermietungen, beispielsweise Sixt, längst im Programm ist, kommt es bei Autoherstellern erst langsam in die Gänge. Zu den Vorreitern gehört der Hersteller Volvo. Dessen Angebot „Care by Volvo“ kann nach einem guten Start eine Erfolgsquote verbuchen. Inzwischen trägt es fünf Prozent zum Gesamtgeschäft der Schweden bei. Auch deutsche Automobilhersteller bleiben nicht untätig. Um sich von der Konkurrenz nicht abhängen zu lassen, geht Mercedes mit einem Mietmodell namens „Flexperience“ an den Start. In einzelnen Städten gibt es Abo-Angebote von BMW und Porsche.

Für wen lohnen sich die Langzeitmiete, Kauf oder Leasing eines Kombis?

Ein Kombi ist ein zuverlässiger und geräumiger Familien- und Reisewagen. Foto: Adobe / Barbara

Kaufen

Wer einen zuverlässigen Kombi kaufen möchte, sieht sich mit einem Problem konfrontiert: dem Preis. Bei Neuwagen kann er sich modellabhängig in unerschwingliche Höhen schrauben. Jedoch sind auch Gebrauchtwagen nicht immer Schnäppchen. Speziell die Familienautos renommierter Hersteller gehen einerseits mit großer Beliebtheit, andererseits mit einem geringen Wertverlust einher. Nach dem Kauf obliegt es den Besitzern, Versicherung, Wartung und Steuern für den Kombi zu zahlen. Brauchen sie diesen nicht mehr, muss ein Zweitkäufer gefunden werden. Dennoch kann sich das Kaufen eines Kombis als beste Lösung erweisen.

Der Kauf eignet sich beispielsweise für Paare, die Nachwuchs erwarten. Voraussichtlich brauchen sie das Familienauto über mehrere Jahre. Dementsprechend ist der Gebrauchtwagenkauf sinnvoller als die Miete. Ebenso lohnt sich der Autokauf für Nutzer, die sich gern für längere Zeit auf ein Fahrzeugmodell festlegen. Der Vorteil: Der Kombi ist ihr Eigentum und kann ein langjähriger Begleiter im Alltag werden. Individuelle Modifizierungen sind darüber hinaus kein Problem.

Leasing

Eine Alternative stellt das Leasing dar. Doch auch dieses ist mit Pflichten und Kosten verbunden. Immerhin müssen die Nutzer für die Leasingrate plus Sonderzahlung aufkommen. Sie bezahlen alle Gebrauchs- und Fixkosten. Geben sie den Wagen nach dem Leasingzeitraum zurück, kann eine Restwertdifferenz berechnet werden. Abhängig vom Kundenwunsch beläuft sich die Leasingzeit auf zwei bis fünf Jahre. In dieser Zeit sind Fahrer für Inspektionen, den Reifenwechsel und Reparaturen verantwortlich.

Doch auch für das Leasing eines Kombis gibt es gute Gründe. Vorwiegend für Gewerbekunden ist die Methode empfehlenswert. Sie setzen die monatlichen Raten in voller Höhe als Betriebsausgaben ab. Auf die Weise senkt sich die Steuerlast. Unternehmen brauchen keine oder nur eine geringe Anzahlung bei Übernahme des Fahrzeugs zu leisten. Privatpersonen profitieren beim Leasing von einer hohen Planungssicherheit. Sie können sich auf die festen Raten einstellen. Auch die Flexibilität ist vorteilhaft, denn Kombis können über zwölf, 24 oder 36 Monate geleast werden. Bis über fünf Jahre kann die Leasingdauer gestreckt werden. Dementsprechend empfiehlt sich die Variante für Menschen, die ihren Kombi über einen längeren Zeitraum, jedoch zeitlich begrenzt brauchen.

Abonnement

Für viele Menschen gestaltet es sich einfacher, den Kombi für eine begrenzte Zeit zu mieten. Dabei profitieren sie von einer Reihe von Vorteilen:

  • Flexibilität aufgrund der eigenständig festlegbaren Mietdauer,
  • geringe Kosten,
  • keine lästigen Aufgaben und Verpflichtungen, die auf klassische Fahrzeughalter zukommen (Sommer- und Winterreifen wechseln),
  • auf Wunsch ist ein regelmäßiger Autotausch möglich,
  • der Kombi kann einfach und schnell zurückgegeben werden,
  • möglicher Testzeitraum für Alternativen wie Elektro- oder Hybridantrieb,
  • bei der Miete ist teilweise 24-Stunden-Pannendienst inklusive,
  • zusätzlicher Hol- und Bring-Service, wenn das Auto in die Werkstatt muss.

Das Abo eignet sich für Menschen, die finanzielle Überraschungen – beispielsweise durch eine plötzliche Autoreparatur – vermeiden wollen. Ebenso bietet es sich an, um mehrere Kombi-Modelle auf Herz und Nieren zu prüfen. Es kann daher eine spätere Kaufentscheidung beeinflussen. Allerdings sollten die Abonnenten bedenken, dass die Langzeitmiete auch mit negativen Aspekten einhergeht:

  • Das Auto gemietet und kein Eigentum,
  • eine feste monatliche Rate ist zu entrichten,
  • teilweise gibt es bei Anbietern Einschränkungen wie ein Fahrer-Mindestalter oder im Bereich der jährlichen Fahrleistung,
  • der Mietzeitraum ist auf zwei Jahre begrenzt.

Des Weiteren sollte bedacht werden, dass die Auto-Abos bislang noch in den Kinderschuhen stecken. Daher verfügen viele Anbieter über ein begrenztes Modellangebot. Viele Vermieter werben mit einem Abo-Anschluss in Sekundenschnelle. In der Realität sollte sich niemand auf diese „Schnellschüsse“ einlassen. Sinnvoll ist es, sich die Angebotsbedingungen durchzulesen und bei Bedarf eine Nacht darüber zu schlafen. Immerhin wollen die Anbieter zum Teil festlegen, wie viele Kilometer der Wagen pro Monat höchstens fahren darf. Für viele Vielfahrer kann es dabei zu Problemen kommen.

Ebenso empfiehlt es sich, vor dem Vertragsabschluss die Versicherungsbedingungen zu studieren. Gegen Forderungen des Vermieters sichert die Nutzer ausschließlich eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung ab.