Kombis sind schon lange nicht mehr langweilige Familienautos mit Platz für den Kinderwagen. Aktuelle Modelle machen optisch ordentlich etwas her.

Ein Kombi-Auto war früher eine bloße Familienkutsche, in der alle Platz fanden. Dieses Image haben Kombis jedoch längst abgestreift. Die Autobauer präsentieren zunehmend sportliche und designorientierte Kombis, die neben Nutzen auch auf Optik setzen.

Das Kombi-Auto als Sportschlitten

Audi hat es schon vor einiger Zeit vorgemacht, wie man das Image der Kombis auffrischt: Die Ingolstädter fingen dabei mit dem Namen ihrer Pkw-Langversionen an und nannten sie „Sportback“. Der Name ist Programm und sollte ganz eindeutig neue Zielgruppen für das Kombi-Auto erschließen. Sportlichkeit, dynamischer Eindruck, Kraft – das sind die Linien des Sportsback-Fahrzeugdesigns, das ganz frisch auch auf den kleinen A1 übertragen worden ist. In die gleiche Richtung geht der Jaguar XF Sportbrake – auch hier wurde das Kombi-Auto zum Sportwagen umgebaut, das Image der Familienkutsche weit zurückgelassen. Allerdings: Vorne scheint Audi ein wenig stilbildend gewesen zu sein – und von hinten lukt der Ford Mondeo hervor.

Dem insgesamt coolen Auftritt tut das allerdings keinen Abbruch. Sportlichkeit ist auch die Designlinie, der sich Mazda verschrieben hat. Zumindest der Mazda 6-Kombi ist ein gutes Beispiel dafür. Der Kombi kommt mit dynamischer Frontpartie daher, großformatige Leichtmetallfelgen verstärken den Eindruck.

Minis als Auto-Kombi – auch das geht

Eine ganz andere Richtung beim Kombi-Auto hat BMW mit dem Mini Clubman eingeschlagen. Modernität wurde hier im Miniformat im Fahrzeugdesign durchdekliniert. Herausgekommen ist ein Kleinwagen mit coolem britischem Touch, aber verlängertem Kofferraum – schließlich ließ dieser beim Mini bislang nur Platz für die Handtasche. Das Fahrzeugdesign des Clubman besticht durch britisches Understatement, klare Linien und Verspieltheit mit höchstem Detail. Dagegen sehen andere kleine Kombi-Autos konventionell bis bieder aus. Der Renault Clio Grandtour oder auch das Pendant von Peugeot kommen nicht annähernd an die Coolness des Clubmans – vom Skoda Fabia ganz zu schweigen. An das Fahrzeugdesign des Mini kann höchstens der neue Fiat 500-Kombi anknüpfen. Mit seiner Retro-Optik ist der Fiat 500 ein voller Erfolg der ansonsten ein wenig gebeutelten Italiener gewesen; besonders bei Frauen kam er sehr gut an. Nun schiebt der Turiner Konzern eine Kombi-Version hinterher, die andere Mini-Vans und Kombis alt aussehen lässt. Das italienische Fahrzeugdesign ist wesentlich galanter, weicher und geschmeidiger als etwa bei Audi oder BMW. Aber diese „italienische Moderne“ ist unglaublich attraktiv und sexy, eben ganz „bella Italia“. Weiterlesen…