Wird das Elektroauto die Hoffnungen und Erwartungen erfüllen, die man an die neue Technik stellt? Wir wagen einen Elektroauto Vergleich.

Die Erwartungen an eine zukunftsträchtige Lösung im Kraftfahrzeug-Bereich sind hoch und die Akzeptanz in der Bevölkerung für eine neue Technologie ist zweifelsohne da. Aber kann die Technologie des Elektroautos diese Hoffnungen erfüllen? Wie gut sind die Akkus und wie schnell können Elektrotankstellen flächendeckend errichtet werden?

Das Elektroauto soll umweltverträgliche Technologie bieten

Nichts beschäftigt die Autofahrer so sehr, wie der Gedanke an eine saubere Umwelt. Autofahren trotz schwindender Ressourcen und damit verbundener exorbitant hoher Benzinpreise ist nur eine Seite der Medaille, eine umweltfreundliche Technologie die andere. So ist der Gedanke vom Elektroauto und dessen Versorgung an Elektrotankstellen entstanden. Eine saubere Lösung, die aber auch bei Langstreckenfahrzeugen wie dem Kombi-Auto nachhaltig zu realisieren sein soll. Mangelnde Elektrotankstellen werden hier nicht das Problem sein, denn Elektrotankstellen sind verhältnismäßig schnell flächendeckend zu errichten. Das Problem ist und bleibt die Speichermöglichkeit der Elektroenergie im Auto, der Akku. Und ganz besonders das Kombi-Auto braucht für lange Fahrtstrecken mehr als einen Aktionsradius von rund 200 Kilometern.

Im Vergleich sind Elektroautos noch umstritten

App für Elektroautos von Mercedes

App für Elektroautos von Mercedes

Schon seit Jahren versucht die Autoindustrie die Idee des Elektroautos voranzubringen, aber schon nach kurzer Zeit wurde allen Beteiligten klar, dass die dazu notwendige Technologie noch nicht zur Verfügung steht und in absehbarer Zeit auch so leicht ein Durchbruch nicht zu schaffen sein würde. Aber es fehlt zur Zeit der Mut, diese Tatsache dem Verbraucher nahezubringen. Wenn Sie ein Kombi-Auto in der Garage haben, sind Sie besonders betroffen: Es fehlt ein Speichermedium für die Elektroenergie.

Autohersteller wie Mercedes bieten inzwischen Apps fürs Smartphone an, damit Autofahrer immer sehen können, wo die nächste Elektro-Tankstelle ist. Ein Pluspunkt beim Elektroauto Vergleich. Beliebt ist auch die App SmartTanken fürs iPhone.

Die Automodelle selbst sind noch viel zu teuer, und was gern verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass der Nutzer eines Elektroautos alle drei Jahre einen neuen Akku für circa 15.000 Euro anschaffen muss, um sein Elektroauto weiterfahren zu können. Auch Modellvarianten, dieses Problem mit einer externen monatlichen Leasinggebühr für einen Energiespeicher zu lösen, kommen beim Verbraucher nicht an. Die Energiespeicher, sprich Batterien oder Akkus, sind gerade für ein Kombi-Auto auf der Langstrecke noch nicht vorhanden und auch noch nicht in Sicht. Die Entwicklung besserer Speichermedien ist hier notwendig.

So funktioniert das Aufladen eines Elektroautos

Auch wenn Elektroautos noch wenig verbreitet sind, ist es auch heute schon interessant, sich grundlegend zu informieren, denn die Technik steht bereits vor unserer Tür.

Das Elektroauto ist in Deutschland bislang kaum verbreitet, deswegen findet man auch nur sehr wenige Elektrotankstellen. Je nach Leistung der Steckdose kann das Elektroauto unterschiedlich schnell aufgeladen werden.

Spezifikationen der Steckdosen für Elektroautos

Ein handelsübliches, elektrisches Kombi-Auto kann entweder im Schnelllademodus oder im normalen, langsameren Lademodus aufgeladen werden. Für den langsamen Modus ist eine übliche Schukosteckdose ausreichend. Diese Steckdose liefert dem Elektroauto eine Phase mit 230 Volt und einem Maximalstrom von 16 Ampere. Dauerhaft können Schukosteckdosen allerdings nur mit zehn bis zwölf Ampere belastet werden, was 2.500 Watt Leistung ergibt. Die sogenannten meist blauen „Campingstecker“, auch CEE-Cara-Stecker, sind hingegen für Dauerbelastungen von 16 Ampere ausgelegt.

Mit diesem Anschluss können Sie Ihr Kombi-Auto auch mit 3.600 Watt laden, allerdings weisen die meisten internen Ladegeräte für den Elektromotor eine Dauerleistung von 2,5 Kilowatt auf. Um das Elektroauto schneller zu laden, müssen Sie die roten Drehstromsteckdosen verwenden. Diese drei Phasen, sie sind häufig an Elektrotankstellen zu finden, bieten je 16 Ampere bei 400 Volt Spannung und somit sind Leistungsübertragungen von 10 Kilowatt dauerhaft möglich. Bei einer Absicherung von Elektrotankstellen mit 32 Ampere sind sogar 20.000 Kilowatt Leistung möglich. Manchmal findet man auch Drehstromsteckdosen mit 63 oder 125 Ampere. Diese können auch mehr als ein Kombi-Auto gleichzeitig aufladen.

Elektrotankstellen in der Praxis

Sobald der Elektromotor stärker verbreitet ist, so meinen Experten, werden Restaurants, Arbeitgeber und Einzelhändler Lademöglichkeiten zu einem vereinbarten Tarif ähnlich wie Elektrotankstellen anbieten. Ein Elektroauto-Besitzer muss im Augenblick seine Reisen noch genau planen, da kaum Stromtankstellen vorhanden sind. Seit Kurzem besteht für Ihr Kombi-Auto auch das System Park & Charge von E-Mobile.

Mit diesem können Sie Ihren Elektromotor europaweit mit einheitlichem Schlüssel aufladen, standardmäßig sind 3,5 und 10 Kilowatt Leistung verfügbar. Da die roten Drehstromsteckdosen genormt sind, ist das Aufladen für jedes Kombi-Auto standardisiert und einfach. Stationen mit Wechselakkusystemen für jeden Elektromotor sind bis heute kaum in Deutschland zu finden, meist verwenden dieses System nur Firmen für ihre Flottenfahrzeuge. Als Vision besteht im Augenblick auch Energiezuführung während der Fahrt durch berührungslose Induktion oder einer Oberleitung oberhalb der Straße.