Auf deutschen Kfz-Kennzeichen prangen farbige Prüfplaketten zur Information über Ihr Fahrzeug. Doch welche Bedeutung haben die Farben und wonach richten sich diese?

Kfz-Kennzeichen, auch Nummernschilder genannt, sind in Deutschland prinzipiell Weiß mit schwarzer Schrift. In der Mitte des Nummernschilds für jedes Kombi-Auto finden Sie die farbige Prüfplakette und das Dienstsiegel. Die Farben der Kennzeichen ändern sich jährlich und wiederholen sich im Sechs-Jahres-Rhythmus. Die Dienstsiegel unterscheiden sich nur zwischen den unterschiedlichen Bezirken, werden aber nicht jährlich verändert. Die Prüfplakette und das Dienstsiegel sind beide rund.

Farben der Kennzeichen-Prüfplakette

Bis 1973 gab es vier Farben für Kennzeichen-Plaketten, diese wurden jährlich geändert und wiederholten sich alle vier Jahre. Seit 1974 werden sechs Farben ohne spezielle Bedeutung bei Kennzeichen verwendet. Diese Farben bei Kennzeichen werden verwendet um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Bei jedem Kombi-Auto ist alle zwei Jahre eine Hauptuntersuchung nötig, nach dieser wird die Prüfplakette in der entsprechenden Farbe ausgegeben. Nur nach der Erstzulassung besteht eine Dreijahresfrist bis zur nächsten Untersuchung. Seit 1974 bestehen sechs Farben: Orange, Blau, Gelb, Braun, Rosa und Grün. Auch diese haben keine Bedeutung auf Kennzeichen, außer, dass sie das Jahr angeben. Durch die unterschiedlichen Farben auf der Prüfplakette ist bereits von Weitem erkennbar, ob die Hauptuntersuchung durchgeführt wurde.

Zum Beispiel durch einen Streifenwagen, der hinter Ihrem Kombi-Auto fährt. Auch der Monat, der fälligen Untersuchung ist aus einer gewissen Entfernung ablesbar, denn es befinden sich alle Monate gegen den Uhrzeigersinn auf der Plakette, beim fälligen Monat wird ein Schwarzer Streifen hinzugefügt. Wenn die Untersuchung im März fällig ist, so findet man den schwarzen Balken also auf 3 Uhr. Vor dem Jahre 1983 wurden die Monate im Uhrzeigersinn angeordnet so das die Plakette am Kombi-Auto spiegelverkehrt abgelesen werden musste.

Bedeutung von Kennzeichen im Straßenverkehr

Kfz-Kennzeichen wurde ab 1890 in Deutschland eingeführt, Grund hierfür war, dass häufig nach einem Unfall Fahrerflucht begangen wurde. Zu dieser Zeit wurden auch Nummerntafeln für Fahrräder verwendet. Die Kennzeichen dienen zur eindeutigen Unterscheidung jedes Fahrzeugs durch deren Nummer. Während erst ab 1906 eine einheitliche Regel für die Vergabe von Kennzeichen bestand, wurde damals auch das Bundesland mittels römischer Ziffer angegeben. Nach dem 2. Weltkrieg bestanden unterschiedliche Farben bei Kennzeichen und ab 1956 wurden bereits Kennzeichen ähnlich denen von heute verwendet. Weiterlesen…