Viele Autobesitzer wechseln jedes Jahr ihre Autoversicherung, um noch etwas mehr bei der Versicherungsprämie einzusparen. Am Sparen selbst ist zwar grundsätzlich nichts auszusetzen. Schließlich kann eine günstigere Versicherung im Vergleich zur teuersten einige Euro einsparen.

Aber vor dem Vertragsabschluss lohnt es sich, in die Details zu schauen. Denn günstig ist nicht immer wirklich günstig!

Viele Faktoren bei der Beitragsberechnung

Eine Autoversicherung lässt sich online innerhalb weniger Minuten abschließen. Besonders praktisch für Sparfüchse ist, dass sich die Prämien der verschiedenen Anbieter auf Vergleichsportalen anschauen lassen. Für die meisten Interessenten ist aber häufig klar: die Versicherung soll vor allem günstig sein.

Prompt wird nach Preis sortiert und ein möglichst günstiger Vertrag ausgewählt. Das ist aber nicht immer von Vorteil. Zwar ist gesetzlich nur die Haftpflicht vorgeschrieben, um ein Fahrzeug zuzulassen. Trotzdem lohnt es sich häufig, zumindest in eine Teilkasko zu investieren.

Vor dem Wechsel der Autoversicherung auf Kleinigkeiten achten! Foto: Adobe / auremar

Vor dem Wechsel der Autoversicherung auf Kleinigkeiten achten! Foto: Adobe / auremar

Die meisten Versicherungen bieten ihren Kunden zwei oder drei Tarife zur Auswahl. So können Autobesitzer beispielsweise unter AdmiralDirekt zwischen drei Tarifen wählen und finden die Konditionen übersichtlich im Vergleich zueinander aufgelistet. Der direkte Vergleich vereinfacht es, die richtige Police auszuwählen.

Wie hoch der Beitrag aber schlussendlich ausfällt, wird anhand mehrerer Faktoren ermittelt. Alter des jüngsten Fahrers, nächtlicher Abstellort, das Fahrzeug selbst, aber genauso die jährlichen Kilometer fließen mit in die Berechnung ein. Hauptfaktor ist wohl die Schadensfreiheitsklasse, kurz SF. Wer lange den Führerschein besitzt und viele Jahre unfallfrei fährt, kommt deutlich günstiger weg als Fahranfänger.

Aber die SF-Klasse kann auch unter gewissen Voraussetzungen zum Beispiel auf ein (volljähriges) Kind übertragen werden.

Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko – Unterschiede

Die Haftpflichtversicherung deckt ausschließlich die Schäden des Unfallgegners ab, nicht die eigenen. Eine reine Haftpflicht lohnt sich deshalb nur bei alten Autos und selbst dann nur unter Vorbehalt. Was man zunächst bei den Beiträgen einsparen konnte, darf man häufig doppelt und dreifach zahlen, wenn ein Schadensfall eintritt.

Bereits für etwas mehr gibt es die Police mit Teilkasko. Diese deckt weitergehende Schäden ab, auch am eigenen Fahrzeug. Mit im Versicherungsschutz enthalten sind Glasbruch, Diebstahl und Einbruch, Kurzschlüsse, Marderbisse mit Folgeschäden sowie Wildunfälle.

Bei Schäden durch Unwetter greifen die meisten Teilkasko-Versicherungen erst ab Windstärke 8. Schnee- und Lawinenschäden sind nicht immer enthalten. All diese Schäden müsste ein Autobesitzer mit reiner Haftpflichtversicherung aus eigener Tasche bezahlen.

Die Teilkasko empfiehlt sich für Autos im unteren Preissegment, etwa einen guten Gebrauchten für unter 15.000 Euro. Für teurere Fahrzeuge und Neuwagen ist eine Vollkasko ratsam.

Diese beinhaltet alle Vorzüge der Teilkasko und bietet darüber hinaus eine Absicherung bei Vandalismus oder bei einem nicht selbst verursachten Unfall mit Unfallflucht des anderen Beteiligten. Bei der Teilkasko ist eine Selbstbeteiligung von 150 Euro empfehlenswert, bei der Vollkasko 300 Euro.

Schutzbrief – wozu dient er?

Wer nicht Mitglied in einem Automobilclub ist, kann den Schutzbrief zusätzlich zur Versicherung abschließen. Dieser kostet meist nur unwesentlich mehr und bietet Pannen- und Unfallhilfe sowie Krankentransport, selbst im europäischen Ausland.

Fazit: Nicht blind abschließen, vergleichen lohnt!

Eine vermeintlich günstige Kfz-Versicherung kann bei einem Schadensfall schnell richtig teuer werden, wenn sie die eigenen Schäden nicht oder nur teilweise übernimmt. Auch wer ab und an im Ausland mit dem eigenen Fahrzeug oder einem Mietwagen unterwegs ist, sollte sich vor Vertragsabschluss genau erkundigen, was abgesichert ist.

Der Online-Vergleich macht das sehr einfach – und diese Möglichkeit sollte unbedingt genutzt werden, damit nicht später die böse Überraschung im Schadensfall droht.