Alle neuen Autos sind heutzutage mit Airbags ausgestattet und bieten so den Fahrern und anderen Insassen größtmögliche Sicherheit bei einem Unfall. Airbags im Auto: Doch wie funktioniert dieses Wunderwerk der Technik eigentlich?

Jedes neue Kombi-Auto ist mit mehr als einem Airbag ausgestattet, wodurch das Risiko lebensgefährlicher Verletzungen sinkt.

Der grobe Mechanismus des Airbags im Auto, sein knallartiges Ausbreiten zum Schutz der Insassen bei einem schweren Unfall, ist allseits bekannt. Doch wie funktioniert dieses Sicherheitssystem im Detail? Welche Rolle spielt der Gasgenerator beim Airbag?

Airbags im Auto: Aufbau und Funktion des Sicherheitssystems

Airbag im Auto - hier im Test

Airbag im Auto – hier im Test

Der Sicherheitsmechanismus besteht aus mehreren Komponenten, wie dem Airbagmodul, einem zentralen Airbagsteuergerät und mehr als einem Airbag-Sensor. Das Airbagmodul bezeichnet den Luftsack sowie den Gasgenerator. Der Gasgenerator besteht wiederum aus einer Anzündeinheit und einem Festtreibstoff. Bei einem Unfall sendet nun das Steuergerät einen Stromimpuls an die Anzündeinheit und führt so zu deren Aktivierung. Dadurch wird der Festtreibstoff entzündet und bildet schließlich heißes Gas, welches durch ein Metallgitter vom Gasgenerator in den Luftsack strömt, und so den Airbag entfaltet.

Airbags im Auto werden über Senoren gesteuert

Der Airbag-Sensor ist zum einen im Steuergerät verbaut und zum anderen, in Form von Satellitensensoren, im Fahrzeuginneren von Ihrem Kombi-Auto verteilt. Der wichtigste Airbag-Sensor für die Auslösung des Luftsacks bei einem Crash ist der sogenannte Beschleunigungssensor, von dem gleich zwei Stück verbaut werden, um Fehlauslösungen zu vermeiden. Der Airbag wird also nur dann ausgelöst, wenn beide Sensoren unabhängig voneinander, eine Verzögerung melden. Auch im Fahrer- und Beifahrersitz ist ein Airbag-Sensor verbaut. Durch diesen erfolgt eine Sitzbelegungserkennung, wodurch wiederum, ebenso wie mit den Kontaktschaltern der Gurtschlösser, eine bedarfsermittelte Auslösung des Luftsacks gesteuert wird. Das Steuergerät in Ihrem Kombi-Auto gleicht nämlich ständig die empfangenen Sensordaten mit eingespeicherten Daten ab.

Somit entscheidet es, ob und wo eine Auslösung des Luftsacks erforderlich ist. Der Schutzmechanismus funktioniert auch dann noch, wenn durch einen Unfall die Batterie von Ihrem Auto abgetrennt wird. Interne Kondensatoren sorgen nämlich dafür, dass das Steuergerät auch ohne äußere Stromquelle, noch kurzfristig funktionsfähig bleibt.

Airbags im Auto bieten Schutz nur bei richtigem Verhalten

Airbags können das Überleben bei schweren Unfällem sichern, dies setzt aber auch korrektes Verhalten im Fahrzeuginneren von Ihrem Kombi-Auto voraus. Babyschalen dürfen nur dann auf den Vordersitz, wenn der Beifahrerairbag abgeschaltet ist. Ebenso dürfen sich keine Gegenstände zwischen dem Airbag und der zu schützenden Person befinden, um schwerwiegende Verletzungen durch umherfliegende Geschosse, zu vermeiden. Darauf sollten Sie zur eigenen Sicherheit bei Airbags achten…