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Mercedes Kombi ein beliebtes, familientaugliches Lifestyle-Auto

Seit jeher steht Mercedes-Benz für innovative Fahrzeugtechnik und einem gehobenen Ambiente. Doch den Markt der Kombis als Massenphänomen entdeckten die Stuttgarter erst spät für sich. Noch in den 1960ern wurden die Mercedes-Kombis als "Universal" bezeichnet, den Bau übernahmen externe Karosseriebauer. Mit der legendären W-123-Baureihe, dem Vorgänger der erstmals offiziell als E-Klasse benannten W 124, stellte Mercedes endlich einen eigenen Kombi vor. Dieser sollte sich selbstverständlich von Beginn an als Lifestyle-Kombi von den Kombimodellen anderer Hersteller unterscheiden. Touristik und Transport sollten getragen werden, daraus entstand die offizielle Bezeichnung der Kombis von Mercedes als T-Modell. Heute ist das Kombi-Portfolio der Stuttgarter Autobauer größer denn je.

Mercedes-Kombi: Wie alles begann

Stolz des Vorstand: Die neue C-Klasse bei Mercedes

Stolz des Vorstands: Die neue C-Klasse bei Mercedes

Der Mercedes Kombi hat bei der Automarke Mercedes-Benz eine lange Tradition. Schon 1937 begann man bei Mercedes mit der Produktion des 170 V Lieferwagens, der bis auf die fehlenden Fenster im Heck einem Kombi bereits sehr nahe kam. Ab 1953 bot Mercedes in der Baureihe W 120 den vom Zulieferer Binz hergestellten Mercedes 180 Kombi an. 1966 und 1967 ließ Mercedes bei I.M.A. in Belgien etwas über 2700 Exemplare des Heckflossenkombis (W 110) mit der Bezeichnung "Universal" produzieren. Der legendäre "Strich-Achter" von 1967 bis 1976 (W 114) wurde, abseits von privaten Umbauten, offiziell nie als Mercedes Kombi angeboten. Erst 1977 besann sich Mercedes-Benz mit der Baureihe W 123 auf das "T-Modell" ("Tourismus und Transport"). Dieser Kombi wurde als elegantes Raumwunder und solider Lademeister schnell beliebt und konnte bis 1986 fast 200.000 Mal verkauft werden. Er bot eine Motorpalette, die vom 200T mit 109 PS bis zum 185 PS starken 280T reichte und mehrere Diesel im Programm hatte. Die Linie des T-Modells wurde in der nachfolgenden Baureihe des W 124 (1985 bis 1993) mit 340.503 gebauten Fahrzeugen erfolgreich fortgeführt. Vor allem das Raumladevolumen, die Qualität und die Ausstattung des S 124 suchten in der oberen Mittelklasse seinesgleichen. In der unteren Mittelklasse führte Mercedes den Kombi erst 1996 ein, als Variante der C-Klasse (W 202). Noch heute ist der Mercedes Kombi ein beliebtes, familientaugliches Lifestyle-Gefährt. So werden sowohl im Mittelklassen-Segment der C-Klasse, also auch in der gehoben Modellreihe der E-Klasse Kombis angeboten, die sich im Design, in der Ausstattung und der fahrdynamischen Performance in keiner Weise vor den klassischen Limousinen und Coupés verstecken brauchen.

Mercedes Kombis, die streng genommen keine sind

Allerdings muss hier durchaus unterschieden werden, denn nicht alles, was aussieht wie ein Kombi bei Mercedes, ist auch ein solcher. Das gilt unter anderem für die nachfolgenden Klassen:
  • Mercedes A-Klasse, aktuell W 176: eine Steilhecklimousine der Kompaktklasse
  • Mercedes B-Klasse, aktuell W 246: ein Kompaktvan
  • Mercedes M-Klasse, aktuell W 166, SUV
  • Mercedes GL-Klasse, aktuell X 166, SUV
  • Mercedes GLA-Klasse, aktuell X 156, Kompakt-SUV
  • Mercedes GLK-Klasse, aktuell X 204, Kompakt-SUV
  • Mercedes G-Klasse, aktuell W 463, Geländewagen

Das hier sind die echten Mercedes-Kombis

Echte Mercedes Kombi-Modelle sind dagegen die E-Klassen und C-Klassen T-Modelle. Ein Modell schwankt etwas zwischen Großraumlimousine und Kombi: die Mercedes R-Klasse. Da jedoch die erste Bezeichnung für dieses Modell von Mercedes "Grand Sport Tourer", kurz GST, war, steckt ihm mit der Bezeichnung "Tourer" der Kombi doch im Namen. Auch wenn das "T" bei Mercedes für Touristik und Transport steht, wird es oftmals auch mit "Tourer" gleichgesetzt.

Der Mercedes Kombi R-Klasse

Mercedes R-Klasse R 350 BlueTEC

Mercedes R-Klasse R 350 BlueTEC

Die technische Basis der R-Klasse teilt sich das außergewöhnliche Oberklassenmodell mit der M-Klasse. Ähnlich wie die S-Klasse gibt es die R-Klasse mit einem kurzen (4922 mm) und einem langen (5157 mm) Radstand. Mit kurzem Radstand heißt die Baureihe 251, mit langem Radstand V 251. Das Spitzenmodell unter den Benziner-Motoren ist der R 500 4MATIC lang, als Diesel ist es der R 350 CDI 4MATIC lang bzw. der R 350 BlueTec 4MATIC lang. Abgerundet wird die Baureihe durch das AMG-Modell R 63 AMG 4MATIC lang. Dazu kam dann von 2009 bis 2010 noch das Sondermodell Grand Edition. 2012 wurde der Verkauf in Europa und den USA eingestellt. In Japan wird die R-Klasse noch immer angeboten.

Das C-Klassen T-Modell

Zuerst zum Mercedes-Kombi der C-Klasse. Zunächst kam in den 1980ern das Mittelklasse-Modell Mercedes 190 (W 201). Das war so erfolgreich, dass Mercedes das Konzept beibehielt und auf dem 190er basierend 1993 die C-Klasse vorstellte. Die erste Baureihe erhielt die Baumusterbezeichnung W 202. Noch bis März 1996, also rund ein Jahr nach der ersten Modellpflege, sollte es dauern, bis der C-Klassen-Limousine ein Kombi zur Seite gestellt wurde - die T-Modelle der ersten C-Klasse (S 202). Insgesamt wurden vom ersten T-Modell der C-Klasse rund 220.000 Einheiten verkauft.
Die neue Mercedes C-Klasse mit Kombi

Die neue Mercedes C-Klasse mit Kombi

Seit 2007 ist nun die dritte Generation der C-Klasse (W 204) erhältlich. Mit ihr natürlich auch das T-Modell S 204. Der aktuelle C-Klassen-Kombi ist 1 cm länger als die Limousine, wobei dieser Zentimeter ausschließlich den Kofferraum verlängert. Nur für die T-Modelle kann der Easy-Pack-Fixkit bestellt werden, ein Schienensystem zum Fixieren von Gepäck. Das Volumen des Kombikofferaums beträgt 485 bzw. mit umgeklappten Sitzen 1.500 l, die Zuladung beträgt 605 Kilogramm. Bei den Ottomotoren stellt der C 350 das Spitzenmodell dar, die Diesel werden vom 6-Zylinder C 350 CDI (auch als BlueEFFICIENCY) angeführt. Das besondere Spitzenmodell ist natürlich auch hier die C 63 AMG Edition 507 mit V8-Triebwerk. Die C-Klasse gehört zu den erfolgreichsten Mittelklasse-Modellen und war 2010 sogar Marktführer.

Die besten Mercedes-Kombis: die E-Klassen T-Modelle

Mercedes-Benz E-Klasse, T-Modell Exterieur

Mercedes-Benz E-Klasse, T-Modell Exterieur

Der Mercedes-Kombi der E-Klasse ist natürlich der Kombi von Mercedes überhaupt. Schon beim W 123 war seine Popularität so enorm, dass die Preise der Kombis auch bei gebrauchten Fahrzeugen deutlich über denen der Limousinen lagen. Selbst jetzt als Oldtimer sind sie entsprechend gefragt. Seit dem W 123 ist das T-Modell auch nicht mehr von der E-Klasse wegzudenken.

Das aktuelle E-Klassen T-Modell

Seit 2009 wird die aktuelle Baureihe W 212 angeboten. Das T-Modell (S 212) wurde auf der IAA 2009 offiziell vorgestellt. Der Werbespruch, den Mercedes mit dem E-Klassen-Kombi verbindet, betont den seit jeher propagierten Lifestyle der T-Modelle: "Eleganz schafft sich Raum". Wurden anfangs noch zweiteilige Frontscheinwerfer verwendet, sind sie seit 2013 mit der Modellpflege und nach 18 Jahren wieder einteilig.

Besonderheiten bei den Mercedes-Kombis

Der Kombi kommt, wie alle E-Klassen, in einer Vorreiterrolle, was die Sicherheitsfeatures betrifft. Dazu gehört unter anderem eine Motorhaube, die sich im hinteren Bereich anhebt, um Fußgängern eine optimierte Knautschzone zu bieten. Außerdem das Pre-Safe Fenster- und Dach-Verschlusssystem und der Müdigkeitswarner Attention Assist. Aber natürlich kommt auch der Komfort nicht zu kurz. Hier wären die besonderen Sitze, die aufwendig hergestellt werden, wie sonst bei keinem anderen Hersteller. Eingearbeitete Schaumstoffpfeifen in unterschiedlicher Stärke passen sich optimal an die Körperkonturen an. Dazu kommt die serienmäßige Lordosenstütze. Außerdem bestehen die Sitzbezüge bis zu 30 Prozent aus Wolle, was besonders bei hohen Temperaturen als angenehm empfunden wird.

Starker Mercedes Kombi: Motorisierungen der T-Modelle

Dazu kommt die sensorgeregelte Klimaautomatik Thermatic einschließlich gekühltem Handschuhfach, drei verschiedene Fahrwerke und zahlreiche innovative als auch spannende Assistenzsysteme. Spitzenmodell ist natürlich das E-500-Modell, ein V8, der mittels Biturbo geladen wird. Bei den Dieseln steht der 6-Zylinder E 350 CDI 4MATIC an der Spitze. Abgerundet wird das Modell-Portfolio, wie inzwischen üblich bei Mercedes, durch AMG-Modelle: dem E 63 AMG und dem E 63 AMG S, beide mit Speedshift MCT AMG 7-Gang-Sportgetriebe und Allrad. Die aktuelle E-Klasse ist die sparsamste, die Mercedes-Benz bislang überhaupt vorstellte.

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