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Autogas Skoda: Der neue Skoda Octavia Combi vorbereitet

Nach dem teuersten Tankjahr aller Zeiten klingt der Werbeslogan der Autogas-Wirtschaft 2013 extrem verlockend: „Tanken für die Hälfte“. Dazu noch mit einem Fahrzeug, das nicht nur sparsam ist, sondern auch praktisch: Der Skoda Octavia Combi ist vorbereitet auf Autogas, auch LPG genannt (Liquefield Petroleum Gas). Und darum heißt der Wagen auch nur kurz und bündig: Octavia LPG.

Es handelt sich hier um einem unter Druck verflüssigten Gemisch aus Butan- und Propangas, das als Nebenprodukt bei der Raffinerie von Mineralölen anfällt und bei Autogasfahrzeuge in einem zusätzlichen Tank, meist in der Reserveradmulde, gelagert wird.

Dieser Tank fasst beim Skoda Octavia Combi rund 44 Liter, so dass gemeinsam mit dem 55 Liter Benzintank eine Reichweite des Skoda Octavia Combi von 1253 Kilometern zusammenkommt. Man kann zurecht sagen, dass Skoda LPG gut verkraftet.

Autogas Skoda: Bei LPG muss man Folgendes beachten

Autogas Skoda

Autogas: Skoda fährt gut damit

Der Skoda Octavia Combi  hat viel mit dem Golf Variant gemeinsam – unter anderem die Fahrzeuglänge, Teile der Innenausstattung sowie den zum Tanken von Autogas notwendige Adapter. Der Vierzylinder-Motor stammt allerdings vom Haus und leistet im Benzinbetrieb 102 Pferdestärken, mit Autogas sind es 98 PS.

Die Pressestelle von Skoda schreibt stolz, wie gut der Octavia LPG vorbereitet auf Autogas ist:

„Ganz einfach per Knopfdruck kann sich der Fahrer entscheiden, mit welchem Kraftstoff sein Octavia angetrieben werden soll. Der 44 Liter fassende Autogas-Tank ist dabei crashsicher in der Reserveradmulde (Entfall des Reserverades) untergebracht. Die platzsparende Lösung schränkt so weder die Variabilität noch das Innenraum- bzw. Ladevolumen ein. Eine Anzeige für den Gasfüllstand und den Betriebsmodus ist in der Mittelkonsole untergebracht. „

Ursache des Kraftverlusts ist der etwas niedrigere Energiegehalt von Autogas, zusätzlich reduziert es auch etwas den Drehmoment beim Anschub. Das macht sich insbesondere bemerkbar, wenn der Skoda Octavia Combi Autogas voll beladen ist. Die maximale Zuladung beträgt 585 Kilogramm, der Skoda Octavia Combi Autogas kann also ordentlich Gewicht transportieren. Ein Vollblut ist er damit nicht, eher ein schwerer Kaltblüter, der gelassen seine Bahnen zieht – ein Fünfgang-Getriebe lässt ein angenehmes Fahren bis zum Tempo von 120 Kilometern pro Stunde zu, schnellere Fahrten werden extrem laut.

Ehrliche Kalkulation, um vorbereitet auf Autogas zu sein

Mindestens 18.990 Euro kostet ein Skoda Octavia Combi, damit er mit Autogas fährt. Damit nur 1550 Euro mehr die Variante mit Benzinmotor. Das Unternehmen Skoda gibt den Spritverbrauch im Benzinbetrieb mit 7,1 Litern an, im Gasbetrieb mit 9,2 Litern je 100 Kilometer. Das ist ein leicht erhöhter Verbrauch beim Gasbetrieb und schränkt den Preisvorteil des Gases etwas ein – um einiges billiger als beim Benzin ist der Skoda Octavia Combi aber allemal. Dennoch gilt: Gerade Kombi-Fahrzeuge sind mit ihrem großen Kofferraum bestens vorbereitet auf Autogas.

Kommentare
  • Max  10.05.2013

    Und wo gibt es den Skoda mit LPG zu kaufen? Skoda kann mir dazu nichts sagen (bieten angeblich in Zukunft nur noch CNG an und kommentiert diesen Link nicht). Sämtliche Angebote im Internet haben nur Benzin- oder Dieselmotoren. Die LPG-Modelle sind nur noch Restbestände vom Vorgängermodell.

    • Wilfried Berger  14.05.2013

      Tatsächlich dauert es angeblich noch, bis diese Variante auch in den neuen Modellen angeboten wird. Für die Umrüstung sind aber die besten Voraussetzungen schon jetzt gegeben. Ich würde warten – auch wenn es dauert. Unter http://www.autogas-tanken.net sind mehr Details zu finden.

  • Max  10.05.2013

    Warum erscheint mein Kommentar nicht?

  • Max  12.05.2013

    der Kommentar ist immer noch nicht zu lesen! Welchen Sinn hat die Kommentarfunktion eigentlich?

    • Wilfried Berger  14.05.2013

      Ja, sorry. War nicht rechtzeitig dazu gekommen. Soll nicht mehr vorkommen.

  • Octavia-LPG-Fahrer  19.08.2013

    Stimmt! Aktuell sind keine Infos zum neuen Octavia-LPG zu bekommen.
    Ich fahre den „alten“ Octavia-LPG seit fast 3 Jahren und würde mir den neuen gern genau anschauen.
    Der LPG-Betrieb ist tatsächlich günstiger. Der Verbrauch liegt bei mir allerdings bei ca. 10,5 Litern auf 100 km (Langstrecken Autobahn ca. 140 km/h).
    Was mich extrem stört, ist die Anzahl der Werkstattbesuche, weil es immer mal wieder Probleme mit ungewollten Umschaltungen von LPG nach Benzin gibt. Obwohl es eigentlich einfache und bewährte Technik ist, hat Skoda das bei meinem Fahrzeug bisher nicht stabil in den Griff bekommen.

    • Wilfried Berger  21.08.2013

      Das ist ja höchstinteressant. Können Sie die Beispiele mit Ihren Werkstattbesuchen etwas konkretisieren. Wir reichen das gerne dann an Skoda weiter.

  • Octavia-LPG-Fahrer  21.08.2013

    Im Wesentlichen sind es ungewollte Umschaltungen von LPG auf Benzin während der Fahrt, bei denen die Fahrt plötzlich sehr ruckelig verläuft und diverse Kontrollampen im Cockpit aufleuchten. Umschaltung auf LPG kann teils nach Restart des Motors von Hand wieder erfolgen (auf der Autobahn weniger angenehm); teils funktionierte das aber auch nicht mehr, weil die Abgas-/Motorkontrollampe dauerhaft leuchtete und damit einen Fehler anzeigte, der in der Werkstatt behoben werden musste.
    Getauscht wurden bisher der Zylinderkopf, mehrfach sämtliche LPG-Ventile, Rail, Filter und LPG-Steuergerät.
    Skoda wurde von mir persönlich über sämtliche Probleme informiert und hat auch bisher die Kosten für die Reparaturen getragen (wird nach 3 Jahren sicher nicht mehr der Fall sein).
    Die beschriebenen Probleme sind natürlich unter der Fahrgestellnummer in der Skoda-Datenbank gespeichert; insofern kein Handlungsbedarf (aber danke für das Angebot).

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